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Edna bricht aus

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Das deutsche Point&Click Adventure bietet eine ungewöhnliche Grafik und eine abgedrehte Geschichte mit liebenswert verrückten Charakteren.

Edna, eine junge Frau, wacht ohne Erinnerungen in einer Nervenheilklinik auf, ohne das Wissen wie sie dort her kam. Das einzige was sie bei sich hat ist ein blauer Stoffhase namens Harvey, der Sprechen kann und einem mit Tipps weiterhilft. Das einzige was Edna weiß ist, dass sie aus der Irrenanstalt fliehen will und letztendlich dreht sich das ganze Spiel hierum - der Weg ist also das Ziel, wobei aber zwischendurch auch andere Locations aus der Vergangenheit erkundet werden müssen. Dabei stehen ihnen die altbekannten Point and Click Adventure Mechanismen (Ansehen, Reden, Nehmen, Benutzen) zur Verfügung und sie können sogar mit dem Fernseher reden. Kein Wunder dass man in einem Irrenhaus ist.
 
Das Spiel beginnt, und wer hätte es gedacht, in einer Gummizelle aus der sie, durch Kombination einzelner Gegenstände und geschicktes reden, ausbrechen müssen. Hier merkt man schon, dieses Spiel ist abgedreht und anders, dennoch für Rätselfreunde eine echte Herausforderung.

Sobald sie aus ihrer Zelle heraus sind, können sie sich mehr oder minder frei bewegen.
Bei ihrem „Rundgang“ treffen sie auf allerlei Leute, welche alle mehr oder weniger (meistens eher mehr) verrückt wirken. Die einen suchen Dinosaurier hinter einem Sessel, die anderen wohnen im Wäschelift.

Anfangs ist das Spiel noch relativ linear gestaltet, man hat keine wirkliche Auswahl wo man als nächstes hinwill. Später hingegen wird es ein wenig offener.

Die Rätsel an sich sind leider teilweise zu kompliziert, so gibt es die „Aufgabe“ die Lichter in der gesamten Irrenanstalt in einer bestimmten Kombination ein und aus zu schalten, sodass der Wachmann auf seinem Bildschirm eine Nachricht sehen kann – im Test kam ich nur durch Zufall auf die Lösung.

Bei der Grafik bedienten sich die Macher von Edna bricht aus an einer mehr oder weniger zweidimensionalen Comicgrafik. Daher hat das Spiel auch ziemlich niedrige Hardwareanforderungen, man fragt sich fast wieso auf diesem Spiel kein „Ein Herz für alte Rechner“ Aufkleber prangert – so braucht es zum Beispiel nur einen 1 Ghz Prozessor. Allerdings sind die Ladezeiten zwischen den einzelnen Räumen (von welchen übrigens weit mehr als 100 vorhanden sind) zwar nicht wirklich lang, aber für ein solch technisch anspruchsloses Spiel fragt man sich doch, wieso es selbst mit 2 mal 3.2 Ghz ein paar Sekunden dauert.

Verrückte und teilweise verwirrende Dialoge sind in diesem Spiel logischerweise keine Seltenheit, sie wirken Teils aber auch ein wenig leblos und wie aneinander vorbei geredet. Leider wird das Spiel erst gegen Ende richtig interessant und das auch für Menschen die nicht Freund dieses Genre sind.

Was einen jedoch wundert ist, wie das Spiel zur USK-Einstufung 0 gekommen ist, gegen Ende wird es doch ein wenig makaberer, auch wenn dies noch immer im verniedlichenden Zeichenstil gehalten ist.

Fazit:

Alles in Allem ist Edna bricht aus ein gut gemachtes und angenehm verrücktes Spiel.

Teilweise ist es ein wenig schwer beziehungsweise zu schwer, allerdings regt dies auch ein wenig zum Denken an. Für Genreneulinge ist es aber zu schwierig und auch ein wenig zäh, für Knobelfreunde hingegen ist es ein wirkliches MUSS.

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Gaming review
  • Publisher: Daedalic Entertainment / Xider
  • Developer: Daedalic Entertainment
  • Platform: PC
  • Genre: “Point and Click”Adventure
  • Editor rating: 14*
  • Release date: 2008-06-05