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Company of Heros

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Mit Company of Heros verlassen die kanadischen Entwickler von Relic die bisherige Linie mit Spielen wie Homeworld und Warhammer und wagen sich in den 2. Weltkrieg, wo Sie mit einer Company in der Normandie landen und ihr grandioses Abenteuer beginnt.

Die Landung der Alliierten in der Normandie wurde schon in zahlreichen Filmen und Spielen thematisiert, doch selten genug war dies der Beginn eines fantastischen Abenteuers, das bis zum Schluss fesselte und einen nach mehr gieren lässt. Und anders lässt es sich wirklich nicht beschreiben, denn Company of Heros erfindet das Rad zwar nicht neu macht im Detail aber nahezu alles richtig und bietet einen extrem hohen Unterhaltungswert.

Anders als in den meisten anderen Spielen haben z.B. Panzer unterschiedliche Trefferzonen und sind von hinten wesentlich anfälliger als von vorne und können zudem Motorschäden oder ein kaputtes Geschützrohr davontragen. Auch ist es mit Infanterieeinheiten ohne Panzerfäuste sehr schwierig so einen Stahlkoloss zu stoppen, da normale Waffen einen Panzer nicht beschädigen können.

Fernen haben alle Waffen und insbesondere die Artillerie eine hohe Streuung, weshalb auch leicht eigene Einheiten in dieses „friendly fire“ geraten können. Auch besitzen MG-Nester nur einen begrenzten Schussradius, weshalb sie am leichtesten durch einen Flankenangriff (mit einer Grante) ausgeschaltet werden können.

Und in Company of Heros können die meisten Infanteristen nicht nur Häuser sondern auch Wracks, Steinmauern, etc. als Deckung benutzen oder sich gar selbst eine Sandsackdeckung, ein Minenfeld oder einen Stacheldrahtzaun erstellen, wohingegen die Pioniere die einzigen sind die Gebäude erstellen, Minenfelder räumen (Sherman Panzer können auch für die Minenräumung ausgerüstet werden) oder einen Stacheldrahtzaun (für Panzerfahrzeuge kein Hindernis) zerschneiden können. Auch können Infanterietrupps mit zusätzlichen Panzerfäusten oder schweren MG’s ausgerüstet werden.

Um neue Einheiten erstellen zu können, müssen sie genug Arbeitskraft-, Munition- und Treibstoffpunkte besitzen, die sie durch unterschiedliche Lager erhalten, je mehr Munitionslager sie also haben und je weiter diese ausgebaut sind, desto mehr Munitionspunkte bekommen sie gutgeschrieben. Weshalb nicht nur im Multiplayer oder Gefechtsmodus um diese Punkte heiß gekämpft wird.

Leider können sie in Company of Heros nur auf amerikanischer Seite spielen, dies gilt sowohl für die einzelne Kampagne als auch den Gefechtsmodus und hier sollte Relic schnell durch einen Patch oder Addon Abhilfe schaffen (Stichwort: Patch – in der Mission in der sie eine V-2 Startrampe ausschalten müssen, sorgt ein Bug dafür, das man von Dächern aus durch Gebäude schießen kann, auch dies ist verbesserungswürdig).

Die Missionen sind dabei meist sehr Abwechselungsreich gestaltet, so müssen sie z.B. in einer Mission erst eine gesprengte Brücke reparieren und dann den Brückenkopf eine bestimmte Zeit verteidigen oder sie kämpfen sich einen strategisch wichtigen Hügel empor oder müssen einfach eine mit Minen und Hinterhalten gespickte Straße Freiräumen, damit ein Nachschubskonvoi sie passieren kann.

Außerdem erhalten sie für jeden erledigten Gegner Erfahrungspunkte, die sich ähnlich wie bei C&C Generals in verschiedene Sonderfähigkeiten investieren können, so können sie hier einen verheerenden Artillerieschlag, einen relativ harmlosen Luftangriff einer P-51 Mustang (mit Bordwaffen oder Bomben) oder Verstärkungseinheiten anfordern, allerdings müssen sie auch diese mit Munitionspunkten bezahlt werden.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr fordernd und ein deutscher Panzer von Typ Panther oder Tiger kann einen schon eine leichte Panikattacke abfordern, da die amerikanischen Sherman Panzer hier klar den kürzeren ziehen und nur Panzerabwehrgeschütze oder der M26 Pershing Panzer einen retten.

Die Grafik ist sehr gut und wird insbesondere dadurch noch aufgewertet das nahezu alles auf den Karten zerstörbar ist und es zahlreiche spektakuläre Explosionen, Wracks und Krater gibt, auch wenn die grafische Qualität der Zwischensequenzen nur mittelmäßig ist.

Fazit:

Wer glaubt, dass durch zu viele Spiele das Szenario des 2. Weltkriegs verbraucht ist und deswegen Company of Heros links liegen lässt wird es bestimmt bereuen. Denn mit Company of Heros liefert Relic das Strategiespiel des Jahres ab, das neben einer fantastischen Atmosphäre auch mit einer sehr cleveren KI überzeugt.

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Gaming review
  • Publisher: THQ
  • Developer: Relic Entertainment
  • Platform: PC
  • Genre: Strategy
  • Editor rating: 18*
  • Release date: 2006-09-30