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Command & Conquer 3 – Tiberium Wars

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Wenn Ihnen die Namen Kane, GDI, NOD und Westwood etwas sagen, haben sie nicht nur eine Vorliebe für Strategiespiele sondern auch schon einige Jahre Erfahrung in Computerspielen hinter sich, denn der erste Teil der C&C Reihe erschien bereits 1995 und löste eine waren Boom des Genres aus. Nun steht endlich der dritte Teil in den Regalen und wurde von uns getestet.

Kane ist Tod. Oder auch nicht, denn der Anführer (gespielt von Joseph D. Kucan) der Bruderschaft von NOD ist auch im dritten Teil wieder quicklebendig und ein ständiger Unruheherd der seine eigenen Pläne verfolgt. Doch dieses Mal müssen die Truppen der Globale Defensiv Initiative (GDI) nicht nur gegen die Truppen der NOD antreten sondern auch im späteren Spiel eine Alien Invasion abwehren.

Wir befinden uns im Jahr 2047 und noch immer tobt ein Kampf zwischen der GDI und NOD und seit dem ersten Teil und dem aufkommen des für Lebewesen giftigen Kristalls Tiberium hat sich viel getan, denn die Welt ist in drei verschiedene Zonen eingeteilt. In den blauen Zonen blüht das Leben und der kontrollierenden GDI ist es gelungen, das aggressive Tiberium hier aufzuhalten. Die gelben Zonen sind zum Teil noch bewohnbar und werden meist von der Bruderschaft kontrolliert, während die roten Zonen frei jedweden Lebens sind, da hier der Tiberiumbefall zu weit fortgeschritten ist.

Viele bekannte Einheiten der vorherigen Teile sind im neusten Ableger wieder vorhanden, so dass sich schnell ein vertrautes Spielgefühl einstellt und auch die Wegfindungs-KI ist genauso dämlich wie immer. Typisch C&C eben.

Doch gelang es den Entwickler dieses Mal das Problem mit den Mauern zu lösen, denn diese gibt es nun nicht mehr. Ebenfalls  neu ist, dass die Einheiten gelegentlich nicht ihren Anweisungen folgen und sie einen Befehl auch Mal öfters geben müssen, so dass die Einheiten-KI eines der größten Schwächen des Spiels ist.

Ein großer Pluspunkt hingegen ist die Grafik, denn diese sieht sehr gut aus und ist dabei recht Hardware schonend (denn auch bei schwächeren Rechnern müssen nur die „Schatten“ ausgestellt werden, um in einer hohen Auflösung in den Spielgenuss zu kommen).

Auch die Begleitmusik und die gesamte Präsentation wissen zu überzeugen und auch dieses Mal agieren in den zahlreichen Zwischensequenzen echte und bekannte Schauspieler.

Die Story wird dabei recht spannend erzählt, auch wenn nach der GDI Kampagne die anderen beiden Kampagnen etwas enttäuschen, zumal man mit den Aliens (nachdem man mit GDI und NOD durchgespielt hat) nur 4 Missionen absolvieren kann und das Ende abrupt und mit vielen offenen Fragen kommt, so das ein weiterer Teil oder zumindest ein Addon schon jetzt sicher sind.

Auch enttäuscht das Einheitenbalancing, denn es kommt das bekannte „Stein-Papier-Schere-System“ zum Einsatz, so lassen sich verbarrikadierte Einheiten in einem Bunker oder einem Haus mit nur einer Granate (bzw. einem Flamenpanzer) besiegen, während Dutzende Kampfpanzer erst das ganze Gebäude einäschern müssen, um die verschanzten Truppen zu besiegen. Auch sind die Aliens klar die schwächste der drei Parteien und dies enttäuscht dann schon ein bisschen.

Neben den spektakulären Superwaffen wie der Ionenkanone (GDI) oder der Atombombe (NOD), die in der geschnittenen deutschen Version Aurorabombe heißt (wer lieber eine ungeschnittene Version haben will, sollte zur auch in Deutschland vertriebenen „Kane Edition“ greifen), bleibt auch die Superwaffe der Aliens, das Mutterschiff, recht blass, denn dieses bewegt sich einfach zu langsam um eine Gefahr auf dem Schlachtfeld darzustellen.

Die meisten Missionen sind fair und spannend designt, doch einige wenige sind sehr unfair gestaltet, da aufgrund des angesprochenen Balacing jede Einheit nur mit einer bestimmten Einheit schnell ausgeschaltet werden kann und wenn diese nicht verfügbar ist, wird es halt unnötig schwer.

Neben den typischen Basisbaumissionen, gibt es aber auch die C&C-typischen Kommandomissionen, wo ganz spezielle Ziele erreicht werden sollen, so dass für Abwechslung gesorgt ist.

Im Skirmisch-Modus kann man gegen menschliche Kontrahenten oder gegen den Computer antreten und im letzteren Fall seinen Gegnertyp (aggressiv, defensiv, ausgeglichen) festlegen und natürlich kann man auch Partien über das Internet spielen, sofern die noch vorhandenen Onlineprobleme durch einen Patch behoben werden.

Fazit:

Command & Conquer: Tiberium Wars ist trotz seiner vorhandenen Schwächen ein tolles Spielerlebnis, das sich kein Stratege entgehen lassen sollte. Auch wenn dieses Spiel bei weiten nicht so gut ist wie die Genrereferenz Company of Heros, besitzt die Serie doch ihren ganz eigenen Charme.

Nachdem sehr enttäuschenden zweiten Teil (wer erinnert sich nicht an den Skandal mit den geschönten Screenshots auf der Verpackungsrückseite) ist die tolle Präsentation, die gelungene Spielgrafik und der beeindruckende Sound des dritten Teils trotz der KI-Probleme ein großer Spielgenuss.

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Gaming review
  • Publisher: EA
  • Developer: EA Los Angeles
  • Platform: PC
  • Genre: Strategy
  • Editor rating: 16*
  • Release date: 2007-03-29