sf-gamers.de: Darkstar One Darkstar One ================================================================================ admin on 05 June, 2006 11:04:00 Es ist zwar schon einige Zeit her seitdem der galaktische Krieg tobte aus denen die Terraner als Verlierer hervorgingen, dennoch gibt es nach wie vor Spannungen unter den einzelnen Rassen, die das Universum bevölkern und insbesondere die humanoide Rasse der Thul zieht im Hintergrund die Fäden. Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen Kampfpiloten Kayron, dessen Vater auf einer geheimen Mission durch einen Angriff der Thul ums Leben gekommen ist, seinen Sohn aber ein mächtiges Vermächtnis hinterlassen hat, die Darkstar One. Dabei handelt es sich um ein upgradefähiges Schiff, das den Spieler bei all seinen Abenteuern begleitet und davon gibt es im Spiel eine ganze Menge, da neben den Hauptquests auch zahlreiche Aufträge und schwer zu bewältigende, aber lukrative, Sidequests auf den Spieler warten. Der Spieler hat dabei die Wahl als Pirat, Kopfgeldjäger, Händler oder Schmuggler in Erscheinung zu treten und die gewonnenen Credits in Ausrüstungsgegenstände zu investieren, wobei aber die entscheidenden Updates zum Aufrüsten des Schiffes Artefakte einer alten Alien Rasse bilden, die in Asteroiden versteckt sind. Die Grafik des Spiels ist dabei außerordentlich gut gelungen, auch wenn sie dem ein oder anderen vielleicht zu bunt daherkommt, diese erreicht dabei zwar nicht die Qualität der Grafik von X3 Reunion, doch dafür ist das Spiel auch wesentlich hardwarefreundlicher. Insbesondere die Planeten machten optisch einen gelungenen Eindruck, auch wenn die Entwickler hier viel Potenzial verschenkten, denn die Planeten können nicht angeflogen werden, lediglich die Stationen im Orbit. Diese sehen sich wiederum nicht nur äußerlich sehr ähnlich sondern bieten auch immer den gleichen Aufbau. In der Werft gibt es neue Ausrüstungsgegenstände, im Handelssystem könne die Waren getauscht werden und am Terminal können sich Kopfgeldjäger neue Aufgaben suchen. Außerdem können hier geschmuggelte Waren wie Androiden Gewinn bringend verkauft werden und an besonderen Orten warten spezielle Kontaktpersonen. Das Spiel lebt dabei von seiner gelungenen Story und schon bald trifft Kayron auf Eona, die wichtige Informationen bereithält und einen fortan begleitet. Im Verlauf der Story trifft man dabei noch auf verschiedene weitere Personen unterschiedlichster Rassen und die Handlung wird durch zahlreiche und optisch sehr ansprechende Cutscenen erzählt, auch wenn die Gestik bzw. die Bewegungsanimationen der Charaktere verbesserungswürdig wären. Nach Abschluss der Haupthandlung bietet das große Universum aber nur noch wenig, da sich die meisten Aufträge wiederholen und hier dann einfach die Abwechselung bzw. die Motivation zum weiterspielen fehlt. Die Kämpfe sind auf der mittleren der drei Schwierigkeitsstufe teilweise zu hart, insbesondere bei den Sidequests, doch glücklicherweise lässt sich jederzeit der Schwierigkeitsgrad frei wählen. Ein Ärgernis hingegen sind die gelegentlichen Performanceeinbrüche sowie gelegentliche Crashs auf den Desktop. Die Steuerung ist hingegen vielseitig und sehr gut umgesetzt, so lässt sich das Spiel mit Maus und Tastatur sowie auch mit einem Flightstick steuern. Ebenso wie das Handelssystem, das einen anzeigt, ob eine Ware in einem System günstig ist oder nicht. Fazit: Darkstar One hat den Genrethron erobert und erfindet das Rad zwar nicht neu, doch bietet es dank einer gelungenen Story, einer guten Grafik und einem einfachen Einstieg ein spannendes Weltraumabenteuer, das die Konkurrenten X3 Reunion und Freelancer auf die Plätze verweist. Leider haben die Entwickler dabei auch viel Potenzial verschenkt, da die Planeten zwar optisch einiges her machen, aber nicht angeflogen werden können und auch eine akustische Warnung wenn die Schildenergie bzw. die Rumpfpanzerung im roten Bereich ist, wäre wünschenswert, da ich einige male im Eifer des Gefechts dran glauben musste, da ich nicht permanent auf die Anzeigen geachtet habe.