Galactic Civilization
Dieses Spiel war schon in der 90ern ein Hit auf dem Betriebssystem OS/2 und dessen Remake ist eines der wenigen weltraumbasierten Rundenstrategiespiele mit Suchtfaktor, dessen Nachfolger schon in Arbeit ist.
Das Spiel zeichnet sich vor allem durch viel Detailliebe und hohe Ansprüche aus. So gibt es zu den meisten wichtigen Ereignissen spezielle Animationen, z.B. wenn sie den ersten Planeten kolonisieren oder das erste Mal ein Handelschiff von ihnen angegriffen wird.
Zu Beginn des Spiels haben sie dabei die Wahl, ob sie unter anderem lieber als industrieller, Händler oder Forscher an den Start gehen und so unterschiedliche Boni erhalten. Darüber hinaus können sie noch 10 Punkte auf verschiedene Gebiete wie z.B. Militär, Glück, Moral und weitere Gebiete verteilen.
Ziel ist es, die menschliche Rasse zur dominierenden Spezies in der Galaxis zu machen und der Schwierigkeitsgrad ist dabei sehr hoch, da ihre Gegner äußerst geschickt agieren und schnell auch sicher geglaubte Siege in Niederlagen umgewandelt werden können. Gewonnen haben sie, wenn sie einen "Politischen Sieg", "Technologischen Sieg", "Kulturellen Sieg" oder einen "Allianzsieg" errungen haben.
Und neben dem Militär spielt auch die Diplomatie eine große Rolle, da sie so Technologien oder Handelswaren tauschen und nebenbei auch Bündnisse schließen können. Des weiteren findet in regelmäßigen Abständen eine "Vereinte Planeten" Sitzung statt, indem alle Rassen galaktische Entscheidungen treffen und ihr Stimmgewicht vom Machtfaktor abhängt. Daneben muss sich ihre Partei auch alle 12 Züge (ein Zug entspricht einen Monat) einer Senatswahlen stellen, bei dem, wenn ihre Partei verliert, nicht nur ihre Senatsboni weg sind, sondern sie auch zukünftig negative Boni verkraften müssen. Dabei hängt der Ausgang dieser Wahl vor allem von der Bevölkerungsmoral und dem kulturellen Einfluss ab.
Der Hauptbildschirm ist eine übersichtlich gestaltete 2D Karte und mit nur wenigen Klicks haben sie alles im Griff. Dabei haben sie die Möglichkeit jeden Planeten einzeln zu betreuen oder sie können einen Verwalter beauftragen dies zu tun, dem sie vorher eine Prioritätenliste zugewiesen haben.
Auf der Karte finden sich neben Planeten und Ressourcen, die durch aufrüstbare Raumstationen abgebaut werden können, auch ausschlachtbare Weltraumwracks, Anomalien, Wurmlöcher und ab und an auch ein Weltraumungeheuer.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forschung, so müssen sie erst einen Universal Übersetzer entwickeln um mit den anderen Rassen kommunizieren zu können und haben so auch die Möglichkeit neue Gebäude, Schiffe oder Regierungsformen zu entwickeln.
Auch sehr gut umgesetzt sind die moralischen Entscheidungen, die sie gelegentlich treffen müssen, wenn z.B. auf einem neu kolonisierten Planeten alte Ruinen gefunden werden, können sie diese entweder als Wahrzeichen stehen lassen (wodurch sie aber die Kolonisierungsgeschwindigkeit verringert), einen neutralen Standpunkt einnehmen, oder aber die Ruinen abreißen lassen und so schnellst möglich sich auf dem Planeten ausbreiten.
Es ist zwar auch möglich passiv zu spielen, aber früher oder später zwingt sie die Gegner KI in einen militärischen Konflikt und auf den sollten sie vorbereitet sein. Die Weltraumkämpfe finden dabei, wie bei der Civilization Reihe üblich, auf der Hauptkarte statt, während sie bei den Bodenkämpfen verschiedene Optionen haben. So können sie entweder die "Klassische Kriegsführung" wählen oder aber kostenintensive "Asteroidenangriffe" oder gar "Biowaffen" einsetzen. Wobei sie aber auch andere Optionen haben und sogar auf einen "Propagandakrieg" zurückgreifen können. Auf dem Kampfbildschirm müssen sie dann noch einmal die "Leertaste" drücken, da so das Verhältnis ausgewürfelt wird, was mit den Boni und der Einheitenanzahl multipliziert wird und entscheidet, ob die Invasion erfolgreich war.
Wenn sie ihren Gegner dabei haushoch überlegen sind, kommt es vor, das dieser sich ihnen oder einem der anderen Gegner ergibt und sie so auch gleich mehrere Planeten in ihr Imperium einreihen können.
Fazit:
Die Optik ist zwar veraltet doch das Spielprinzip weiß zu fesseln und Galactic Civilizations ist eines der besten Rundenstrategiespiele, das vor allem durch seinen Detailreichtum überzeugen kann.
- Publisher: Strategy First
- Developer: Stardock
- Platform: PC
- Genre: Space Strategy
- Editor rating:

- Release date: 2003-09-08



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