sf-gamers.de: Goin' Downtown Goin' Downtown ================================================================================ admin on 24 June, 2008 05:00:00 New York im Jahr 2072. Drogen, Prostitution und Gewaltverbrechen überschwemmen die Stadt und auch wenn wir selbst für die Polizei arbeiten, sind wir doch durch den Verlust unserer Frau traumatisiert. Bis eine andere Frau in unser Leben tritt und schon bald darauf Tod vor unserem Appartment liegt  offensichtlich aus dem Fenster unserer Wohnung gesprungen. Da es sich bei der Frau nur um eine Edelprostituierte handelte die kaum Steuern zahlte sind unsere Kollegen von der Polizei nicht an der Aufklärung dieses Falls interessiert und Haken das Ganze als einen Selbstmord ab, doch da wir die Frau kurz zuvor auf der Straße bewusstlos aufgegabelt hatten und zahlreiche weitere Prostituierte vermisst werden, begeben wir uns auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit, auch wenn wir offiziell nicht in der Sache ermitteln dürfen und obendrein nur für festgenommene Verbrecher einen Scheck bekommen.Im Zuge unserer Ermittlungen schalten wir immer neue Locations auf der Übersichtskarte sowie neue Gesprächspartner frei und führen die spannende Story linear fort. Dabei stehen wir des öfteren auch vor (meist recht einfachen) Kombinationsrätseln und fügen dabei Gegenstände aus unserer Inventarleiste zusammen. Diese befindet sich am unteren Bildschirmrand und wird eingeblendet, wenn wir mit dem Mauszeiger in die untere Hälfte des Bildschirms kommen oder die I-Taste drücken. Ferner gibt es auch eine Hot Spot Anzeige (H-Taste), so dass man keine Angst haben muss einen wichtigen Gegenstand (G-Taste) oder einen Ausgang (E-Taste) zu übersehen. Mehrere Auswahlmöglichkeiten gibt es leider nur bei ein paar wenigen Gesprächen, etwa wenn wir den Chef einer großen Baufirma ans Telefon bekommen wollen und Empfang, Vorstandssekretärin und persönliche Assistentin von der Dringlichkeit unseres Anrufes überzeugen müssen. Das Telefonieren ist dabei eine Art Sidekick, da unser HandCom ein etwas überdimensionierter Telefonhörer ist, der in Com-Einrichtungen eingestöpselt werden muss. Überhaupt haben die Entwickler viel Sinn für Humor bewiesen und so hängt z.B. im Polizeirevier ein Bild von Richard Nixon neben der amerikanischen Flagge oder im Fernsehen läuft eine Persiflage von Itchy und Scratchy (bekannt aus den Simpsons). Aber am besten fand ich folgendes Zitat unseres Charakters in der chinesischen Mall: Ich spiele keine Computerspiele. Die sind mir nicht gewalttätig genug. Die Spiele um die Jahrtausendwende, die hatten noch was. Leider ist das Spiel aber nicht ganz bugfrei. So gibt es ein paar seltene Grafikfehler aber in der bereits erwähnten chinesischen Einkaufspassage auch einen A-Bug, der bei uns das weiterspielen verhinderte, denn wir konnten einen kleinen Taschendieb nicht für unsere Zwecke einspannen und so eine benötigte ID-Karte ergattern. Ziemlich nervig ist leider auch die Hintergrundmusik, die sehr gewöhnungsbedürftig ist. Aber wenigstens die Synchronisation ist erstklassig gelungen und trägt viel zur Atmosphäre des Spiels bei. Fazit: Goin Downtown ist ein solides Adventure, das sich insbesondere an Einsteiger richtet, aber auch fortgeschrittene Rätselfreunde durch seine spannende Story in seinen Bann zieht. Der Grafikstil ist ungewöhnlich und die Hintergrundmusik empfand ich als nervig, dennoch machte mir der Test des Spiels viel Freude. Und dank der interaktiven Hilfsfunktion im Tagebuch gibt es hier auch keinen Frust.