Knights of the Old Republic
Bioware ist zwar bekannt für ausgezeichnete Rollenspiele aber ob ihr Ausflug ins Star Wars Universum wirklich geglückt ist verrät unser Test.
Die Kanadier von Bioware haben bereits mit Baldurs Gate und Neverwinter Nights bewiesen, das sie etwas von der Materie verstehen und wagen sich mit Knights of the Old Republic 4.000 Jahre vor den Ereignissen der Star Wars Kinofilme, dennoch kommt dank des bombastischen Soundtracks und nicht zuletzt durch die summenden Lichtschwerter auch hier ein echtes Star Wars Feeling auf.
Zunächst einmal erstellt man sich einen Charakter und hat neben dem Geschlecht auch drei Berufe zur Auswahl, die unterschiedliche Boni und Fähigkeiten besitzen. So ist der Soldat im Umgang mit schweren Waffen und Rüstungen geübt, während der Späher oder Dieb ehr leichtfüßig unterwegs ist. Später im Spiel bekommt man dann die Gelegenheit sich in drei unterschiedlichen Jedi Klassen ausbilden zu lassen, die sich vor allem darin unterscheiden, ob ein Jedi ehr auf seine Lichtschwertkünste oder seine Machtfähigkeiten wert legt. Daneben stattet man seinen Charakter auch mit Talenten aus wie das Reparieren defekter Droiden oder das Hacken von Computersystemen, aber auch Überredungskünste sind wichtig um neue Quests freizuschalten.
Schon gleich zu Beginn wachen sie inmitten des Geschehens auf, da das Raumschiff auf dem sie sich befinden angegriffen wird und nur noch wenige Rettungskapsel zur Verfügung stehen und als ob dies noch nicht schlimm genug ist, wurde das Schiff schon geentert und zahlreiche Sith Soldaten stehen zwischen ihnen und dem Ziel.
Dabei lernen sie schnell die wichtigsten Eigenschaften des Spiels kennen und werden auch mit der konsolenartigen (das Spiel erschien zu erst auf der Xbox) Steuerung vertraut gemacht.
Nachdem sie sich noch gerade rechtzeitig mit einem Anhänger der Republik in eine Rettungskapsel retten konnten, explodiert ihr Schiff und sie sitzen fortan auf einem Planeten fest, der vom Feind kontrolliert wird und über dem eine Blockade verhängt wurde, weshalb es ihr Ziel ist, eine Fluchtmöglichkeit zu finden und dabei noch nach einer vermissten Jedi Ausschau zu halten.
Fortan haben sie neben der Hauptstory auch immer wieder zahlreiche Nebenquests zur Auswahl, die neben Erfahrungspunkten auch Geldbelohnungen und Ausrüstungsgegenstände liefern. Dabei kommen sie mit zahlreichen unterschiedlichen Charakteren ins Gespräch und haben verschiedene Dialogmöglichkeiten. So treffen sie auf eine Jedi Schülerin, die der dunklen Seite der Macht verfallen ist und von ihnen zurück auf den Weg der Tugend gebracht oder endgültig eliminiert werden kann. Aber auch Familienstreitigkeiten, mordlüsterne Roboter, riesige Monster, ein Gerichtsverfahren als Strafverteidiger und immer wieder verschollene Familienmitglieder ihrer Begleiter sorgen für Abwechselung und einen hohen Unterhaltungswert.
Die Hauptstory ist schlicht kinoreif und nicht viele Computerspiele können mit einer vergleichbaren Atmosphäre und überraschenden Wendungen aufwarten. Dabei haben sie immer die Möglichkeit auf der hellen oder dunklen Seite der Macht zu spielen und ihre Handlungen beeinflussen die Entwicklung ihres Charakters. Zum Ende hin müssen sie sich dann für einen Weg entscheiden und so das Schicksal der ganzen Galaxis beeinflussen.
Zwischen den Reisen zu den Planeten (Dantooine, Tatooine, Korriban, Kashyyyk, Manaan und der Versorgungsstation auf Yavin) kann es ihnen passieren, das sie von feindlichen Jägern angegriffen werden und ihr Schiff aus dem Geschützturm verteidigen müssen oder ihr Schiff gar geentert wird.
Daneben gibt es auch zwei Minispiele, so können sie nahezu auf jeden Planeten das Kartenspiel Pazaak spielen und so ein Vermögen gewinnen (oder auch verlieren) und sie können Swooprennen bestreiten.
Die Präsentation ist durchaus gelungen, auch wenn die einzelnen Karten etwas zu klein sind und zwischendurch immer wieder nachgeladen werden muss, auch sind die Gesichtstexturen der einzelnen Charaktere etwas kantig geraten und wiederholen sich recht oft.
Doch dafür bietet jede Welt eine einzigartige Atmosphäre, egal ob sie auf dem Wasserplaneten Manaan oder dem Wüstenplaneten Tatooine wandern, stets treffen sie auf zahlreiche einheimische Lebewesen und spannende Missionen. Wobei auch zahlreiche Renderingssequenzen zum Einsatz kommen, die viel zur Atmosphäre des Spiels beitragen.
Doch leider gibt es neben der gewöhnungsbedürftigen Steuerung auch eine schlechte Kollisionsabfrage, weshalb ihr Charakter öfters Mal an irgendwelchen Objekten hängen bleibt und auch die neusten Patches verschaffen hier nicht wirklich Abhilfe.
Fazit:
Die vielen Freiheiten, die ihnen das Spiel lässt gepaart mit der fantastischen Story, sorgt für ein einzigartiges Spieleerlebnis, weshalb Knights oft the Old Republic, trotz kleiner Schwächen, schlicht zu den besten Computerspielen aller Zeit gehört und ganz klar für jeden empfehlenswert ist.
- Publisher: LucasArts
- Developer: BioWare
- Platform: PC
- Genre: Rollenspiel
- Editor rating:

- Release date: 2003-12-03



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