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Master of Orion 2

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Dieses Spiel ist nach wie vor das Maß aller Dinge auf dem Gebiet der Weltraumstrategie und gehört trotz seines Alters (Release war 1997) zu den absoluten Topspielen.

Anders als bei dem wesentlich aktuelleren, aber meiner Meinung nach verhunzten, dritten Teil der Trilogie, besticht dieses Spiel durch eine liebenswerte Grafik, einer guten Übersicht, für damalige Verhältnisse tollen Zwischensequenzen und einem Suchtfaktor, der seines gleichen sucht.

Die Möglichkeit alte Rassen (die vogelartigen Alkari, die kybernetischen Meklars oder die technologiebegeisterten Psilons) aus Teil 1 zu spielen gepaart mit der Möglichkeit neue Rassen (wie die unter Wasser lebenden Trillarians, die Gnolams oder Elerians) zu spielen oder gar eine eigene Rasse zu erstellen sind einer der Punkte, warum es sich lohnt, dieses Spiel auch öfters zu spielen, da sich jede Rasse individuell spielt.  

Am Anfang verfügt ihr Imperium (man kann das Anfangstechnologielevel selbst bestimmen) lediglich über einen Planeten, 2 Scoutschiffe und ein Kolonieschiff. Nun gilt es die Umgebung seines Startplatzes zu erkunden und lohnenswerte Planeten schnell zu kolonisieren, wobei die besten Planeten aber von Weltraumdrachen, Aalen oder Amöben bewacht werden, so das man gezwungen ist schnell eine schlagkräftige Flotte aufzubauen, zumal auch die Gegner KI sehr aggressiv vorgeht. Der heilige Gral unter den Planeten stellt das sagenumworbene Orion System da, das von einem starken Wächter bewacht wird und erst im späteren Spielverlauf erobert werden kann. Jedes System, das in einem Kampf von einem Weltraumungeheuer befreit wird, wird in den galaktischen Nachrichten erwähnt, anhand derer sie auch die Entwicklung der anderen Zivilisationen verfolgen können.

Die Forschung kann gezielt gesteuert werden und wenn man nicht eine „kreative“ Rasse spielt, die können nämlich alles entwickeln, muss man sich oft entscheiden will ich lieber Schildkondensatoren für ein schnelleres Wiederaufladen der Schilde oder doch lieber einen schnelleren Antrieb.

Die entwickelten Technologien lassen sich wiederum gezielt in die eigenen Schiffe integrieren und wenn sie wollten, könnten sie jedes Schiff individuell ausrüsten. Die verfügbaren Schiffstypen reichen dabei von kleinen Fregatten bis hin zu todessternartigen Schiffen.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Diplomatie. Lassen sich hier doch Forschungs- oder Handelsabkommen schließen, oder bei exzellenten Beziehungen auch eine Allianz bilden. Außerdem hat man so die Möglichkeit Technologien zu tauschen oder Geschenke zu überreichen, wenn die eigenen Spione Mal wieder versagt haben und sie erwischt wurden und es nicht gelang, die Schuld jemand anderes in die Schuhe zu schieben.

Die Spione sind nämlich ein weiteres mächtiges Werkzeug, das ihnen zur Verfügung steht, da auch Sabotagemissionen durchgeführt oder gegnerische Spione eliminiert werden können.

Um Boni zu bekommen, haben sie die Möglichkeit spezielle „Leader“ einzustellen, die die Arbeitskraft oder den landwirtschaftlichen Ertrag ihrer Planeten erhöhen oder aber auch Kommandeure, die die Feuerkraft ihrer Schiffe steigern.

Die Weltraumkämpfe finden, sofern nicht bei den Startbedingungen ausgeschaltet, auf einer 2D Karte statt. Sollten ihre Schiffe nicht über eine Tarnvorrichtung verfügen, entscheidet der Zufall, wer beginnt und neben beeindruckenden Flotten können auch die Planetenverteidigung oder gewaltige Sternbasen in die Kämpfe involviert sein. Übrigens haben sie auch die Möglichkeit gegnerische Schiffe zu entern und so, falls vorhanden, neue Technologien zu assimilieren.    

Die Bodenkämpfe werden wenigstens grafisch dargestellt, auch wenn lediglich beide Armeen aufeinander zulaufen und derjenige mit den meisten Boni oder einem haushoch überlegenden Heer gewinnt. Wobei allerdings auch Panzer zum Einsatz kommen.

Insbesondere das nicht spielbare und angriffslustige Volk der Antarer, die erst im späten Spielverlauf anhand eines Dimensionstores erreicht werden können, verfügen über lohnenswerte Technologien. Allerdings werden sie nicht mehr dazu kommen diese in ihre Schiffe einzubauen, denn wenn sie den Heimatplaneten der Antarer erobert haben, haben sie das Spiel gewonnen. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit von den anderen Rassen als Herrscher gewählt zu werden oder ganz einfach alle anderen Rassen von der Karte zu tilgen.

Fazit:

Einfach das beste weltraumbasierte Strategiespiel das es gibt.

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Gaming review
  • Publisher: Microprose
  • Developer: Simtex
  • Platform: PC
  • Genre: Space Strategy
  • Editor rating: 19*
  • Release date: 1996-12-16