Rise of Legends
Mit Rise of Nations hatte Big Huge Games einen großen Erfolg. Im Nachfolger lassen sie allerdings die Erde hinter sich und kämpfen in der Welt Aio mit Magie und Technik gegen einen übermächtigen Gegner.
Das Spiel startet mit einem fulminaten Intro, wie es sie in einem Computerspiel nur selten gibt und einen gleich in die richtige Stimmung versetzt. Sie sehen wie ein außerirdisches Raumschiff auf den Planeten Aio stürzt und dieses Ereignis hat schwer wiegende Konsequenzen, da die fortschrittliche Technologie, Verlockungen entfacht und sich die Aliens obendrein als Götter aufspielen.
Dies können wir natürlich nicht zulassen und kämpfen uns durch drei Abschnitte bis zum großen Finale. Dabei führt man zunächst die Vinci auf einer Strategiekarte ins Gefecht, welche eine Technologie benutzen, die auf den Erfindungen von Leonacrdo Da Vinci beruht, um gegen einen militaristischen Tyrannen zu kämpfen, welcher nicht nur optisch an einem deutschen Fürsten erinnert.
Anschließend geht es in die magische Wüstenwelt Alin, wo sie an der Seite der Tochter des Sultans eine große Bedrohung abwehren müssen und während der Einstieg des Spiels etwas zäh gestaltet ist, nimmt das Spiel ab hier ordentlich fahrt auf und die Geschichte wird zunehmend spannender und durch beeindruckende Zwischensequenzen fortgeführt. Anders als die Vinci setzen die Alin auf Schwertkämpfer sowie magische Wesen wie Golems, Drachen und Elementargeister, wobei aber auch Feuer speiende Salamander und Riesenskorpione zum Einsatz kommen.
Im letzten Kapitel geht es dann in der Dschungelwelt Cuotl gegen die falschen Götter, die selbst ordentlich zulangen und daneben auch auf futuristische Fighter, Bomber, als auch auf schwebende Priester sowie mit Laserstäben ausgerüstete Einheimische setzen und spätestens dann, wenn sie mit axtschwingenden Berserkern, mit primitiven Musketen sowie den Golems, fliegenden Drachen und Elementargeistern mit dem Mute der Verzweiflung gegen den überlegenden Gegner in gewaltigen Schlachten kämpfen, vergessen sie alles was um sie herum passiert.
Dabei fällt die Landschaftsgrafik durch die drei Abschnitte recht unterschiedlich aus, kann aber im Gegensatz zu den Polygonarmen Einheiten überzeugen. Ebenfalls nicht Stand of the Art sind die hackeligen Bewegungsanimationen, sowie die schlechte Mimik und Gestik in den Zwischensequenzen.
Auch das von Dampfgeschützen getroffene Einheiten spektakulär durch die Luft fliegen, nur um im nächsten Moment wieder aufzustehen, ist etwas unglücklich designt. Dafür entschädigen aber die "Zaubereffekte" und Spezialfähigkeiten der Helden mit eindrucksvollen Lichtschauspielen.
Auf den jeweiligen Strategiekarten, jeder Abschnitt hat seine eigene Karte, können sie durch die Eroberung fremder Territorien Bonuspunkte sammeln und diese in Stadtbezirke, ihre Armee, die Forschung sowie in die Heldenkräfte investieren. Und gerade ihre wiederbelebbaren Helden können über Sieg oder Niederlage entscheiden, weshalb hier eine Spezialisierung wichtig ist, da sie oft nur drei davon mit in die Schlacht nehmen können und jeder Held neben seinen Kräften auch Erfahrungspunkte sammelt.
Neben der Kampagne kann man auch im Mehrspielermodus oder einer schnellen Schlacht gegen den Computer kämpfen, doch leider hat die Fraktion welche auf die Götter der Azteken bzw. Mayas setzen einen entscheidenden Vorteil, denn die drei Hauptgötter zusammen lassen einen kaum eine Chance.
Fazit:
Das ungewöhnliche Szenario mit den total unterschiedlichen Völkern ist eine gelungene Abwechselung, auch wenn der Einstieg meiner Meinung nach etwas zäh gestaltet wurde und es etwas dauert, bevor man sich mit den ungewöhnlichen Einheiten zurechtfindet.
Auch die polygonarmen und kantigen Einheiten, sowie die schlechten Bewegungsanimationen, können aber nicht über die gelungenen Aspekte hinwegtäuschen, weshalb Rise of Legends für jeden Strategiefan ein Pflichtkauf ist.
- Publisher: Microsoft Game Studios
- Developer: Big Huge Games
- Platform: PC
- Genre: Strategy
- Editor rating:

- Release date: 2006-05-26



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