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Rome - Total War

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Die inzwischen zu Sega gehörende Entwickler von The Creative Assembly haben sich unter Strategiefans mit ihrer Total War Reihe viel Anerkennung verdient und insbesondere ein Teil der Serie bietet wirklich ein außergewöhnliches Spielvergnügen: Rome - Total War.

Rome – Total War basiert vom Spielprinzip auf den beiden Vorgängern Shogun und Medieval und bereicherte das Genre zum Zeitpunkt seines Erscheinens um eine phantastische Darstellung der Kämpfe auf der Schlachtkarte, doch nicht nur die Grafik setzte Maßstäbe, auch die unterschiedlichen römischen Parteien sowie die zahlreichen weiteren antiken Völker wie z.B. Karthager, Ägypter oder Skythen verlangten einen nicht nur kriegerisches Geschick, sondern auch Diplomatie- und Wirtschaftsfähigkeiten ab.

Zunächst kann man unter drei römischen Familien wählen, dem Haus der Julier (welche sich zunächst mit Galliern und Germanen rumschlagen), dem Haus der Scipionen (welche die Karthager in Nordafrika herausfordern) oder dem Haus Bruti (welche gegen die griechischen Völker zu Felde ziehen). Nach dem man das Spiel mit einem dieser Häuser erfolgreich gemeistert hat, was in der normalen Kampagne nach 50 eroberten Provinzen der Fall war, konnte man auch die Geschicke aller anderen Zivilisationen steuern.

Doch zu Beginn des Spiels hat man gerade einmal 2 Provinzen und nur eine Handvoll Legionen unter seiner Kontrolle und man muss durch geschicktes taktieren seinen Einflussbereich vergrößern. Dabei muss man nicht nur weitere Legionen und Hilfstruppen ausbilden, sondern auch in seinen Provinzen die nötige Infrastruktur und Wirtschaftskreisläufe aufbauen, sowie die Aufgaben des römischen Senates erfüllen, da in diesem Fall saftige Belohnungen auf einen warten.

Neue Siedlungen können dabei auf verschiedene Wege in das eigene Reich integriert werden (nach dem diese erfolgreich belagert oder eingenommen wurden), neben der Besetzung, kann auch die Bevölkerung versklavt oder gar eliminiert werden, sofern es sich um allzu rebellische Zeitgenossen handelt. Und insbesondere im späteren Spielverlauf bieten die gewaltigen Städte auf der Schlachtkarte einen imposanten Eindruck.

Aber auch der Einsatz von Spionen, Diplomaten oder Attentätern (für gegnerische Generäle oder für die Sabotage an Gebäuden) kann sich lohnen und ohne einen Anführer sind gegnerische Heere wesentlich leichter zu besiegen, wobei dies im Umkehrschluss aber auch bedeutet, das man auf seine eigenen Anführer gut aufpassen sollte, denn falls ein General in einem hitzigen Gefecht das Zeitliche segnet, kann dies fatale Folgen für die Moral der eignen Truppen haben, weshalb diese dann vom Schlachtfeld fliehen. 

Ihre Einheiten gewinnen dabei zunehmend an Erfahrung und können auch durch bessere Rüstungen und Waffen geschützt werden und nach der Militärreform (des Gaius Marius) stehen ihnen auch schlagkräftigere Einheiten zur Verfügung. Wobei je nach Entwicklungsstufe einer Stadt immer „bessere“ Einheiten bzw. Gebäude aufgestellt werden können.

Bogenschütze und Katapulte können dabei auch Brandpfeile einsetzen (wobei andere Einheiten auch weitere Spezialfähigkeiten haben können), welche an einer belagerten Stadt zusätzlich Schaden verursachen, bzw. den Gegner demoralisieren können.

Die Seegefechte hingegen finden nicht auf einer Schlachtkarte statt sondern werden vom Computer berechnet. Wobei auch Hafenblockaden oder der Transport von Truppen zur See möglich sind.

Um die neuen Siedlungen effektiv verwalten zu können, sollte ein Stadthalter eingesetzt werden, diese entspringen entweder unserer eigenen Familie oder halten um die Hand einer unserer Töchter an. Wobei man aber auch selbst bzw. den Computer die Verwaltung einer Stadt anvertrauen kann.

Im Verlauf des Spiels gibt es unter den römischen Familien stellvertretend durch den römischen Senat zunehmend Differenzen, insbesondere dann, wenn man selbst ein großes Gebiet kontrolliert und wichtige Senatsposten nicht mit eigenen Familienmitgliedern besetzt worden sind. Wobei es früher oder später sogar zum Bruch kommt und man entweder vom Senat geächtet wird (wenn man auf Befehl des Senates keinen „Selbstmord“ begeht) oder sich selbst dazu entschließt die Stadt Rom vom inkompetenten Senat zu „befreien“, so dass man fortan nicht nur gegen die anderen Zivilisationen sondern auch in einem römischen Bürgerkrieg kämpfen muss.

Neben der gelungenen Grafik gibt es auch eine sehr gelungene Begleitmusik und die Steuerung ist wirklich sehr intuitiv, was die Übersichtskarte angeht. Auf der Schlachtkarte ist es etwas komplizierter (da man nicht beliebig über die Karte scrollen kann) doch nach einer kurzen Eingewöhnung, klappt auch dies.

Sehr gut gelungen ist auch die einstellbare Gegner-KI, welche einen auf einer hohen Stufe insbesondere in den Schlachten einiges an taktischem Geschick abverlangt, so sollten berittene Einheiten immer von der Flanke oder von hinten angreifen und leicht bewaffnete Hilfstruppen stets gut beschützt werden.

Neben der imperialen Kampagne können auch eigene oder gar historische Schlachten nachgestellt werden so dass es eine relativ lange Langzeitmotivation gibt (auch wenn mit anhaltender Spieldauer zunehmend Routine aufkommt).

Fazit:

Für Strategen gibt es kein Vorbeikommen an Rome – Total War, da hier jeder die Möglichkeit hat sich als römischer Imperator aufzuspielen. Insbesondere die Darstellung auf der Schlachtkarte setzte im Genre Maßstäbe und auch die akustische Hintergrundmusik sowie die strategischen Möglichkeiten sind rundum gelungen.

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Gaming review
  • Publisher: Activision
  • Developer: Creative Assembly
  • Platform: PC
  • Genre: Strategy
  • Editor rating: 17*
  • Release date: 2004-09-29