Spellforce
Mit Spellforce liefert der deutsche Entwickler Phenomic einen Mix aus Rollenspiel und Strategie ab der vor allem durch seine Grafik überzeugen kann, ob auch der Rest des Spiels gelungen ist erfahren Sie in unserem Test.
In Spellforce dreht sich alles um einen magischen Stein, welcher in dem allmächtigen Allfeuer geschaffen wurde und einem unendliche Macht und Unsterblichkeit verleihen soll. Weshalb natürlich, wie sollte es auch anders sein, es eine böse Macht gibt, die diesen Stein für sich haben will, um dann die Welt zu unterwerfen.
Nachdem fulminanten Intro startet man mit einer Szene, in der ein weißer Mann einen Runenkrieger, ihren Hauptcharakter (oder auch Avatar genannt) erweckt. Von diesem Magier erhält man die ersten Aufträge, die einen letztendlich von „dem Dunklen“ erfahren lassen, eben jener bösen Macht, der man sich stellen muss.
So bestreitet man Abenteuer um Abenteuer und bezwingt Hand in Hand mit diversen Völkern dessen dämonische Scharen, um das Böse auf zu halten.
Avatar und Helden
Anfangs lauft ihr allein mit eurem Hauptheld durch die bedrohliche Welt von Spellforce. Der Avatar kann sich dabei auf verschiedene Gebiete wie Nekromantie oder schwere Rüstungen spezialisieren und von diesen Fähigkeiten und der Spezialisierung hängt die Ausrüstung ab, welche man benutzen und tragen kann.
Um dem Avatar magische Fähigkeiten beizubringen, muss man Magieschriftrollen finden und erlernen. Jeder Spruch kann dabei ein Level von 1 bis 12 haben und um jeder Zeit bereit zu sein kann man etwa 10 Sprüche auf eine Quickstartleiste legen, so dass man die favorisierte Magie jederzeit nutzen kann.
Weiterhin gilt es diverse Statuswerte wie etwa Magie, Angriff, Lebensenergie und Mana zu steigern. Nach jedem Levelanstieg bekommt der Avatar Punkte für Fähigkeiten und Statuswerte, diese kann der Spieler nach belieben verteilen und so seinem Charakter (u. a. auch durch die Bestimmung des Aussehens zu Beginn) individuell gestalten.
Den Helden selber kann man, wenn es die Fähigkeiten erlauben, mit Helm, Hose, Brustpanzer, Schild und Waffe oder Bogen ausrüsten, die ähnlich wie etwa in Diablo einfach aus dem Inventar auf die entsprechende Stelle des Körpers gezogen werden.
Bis zu 5 Helden können erweckt werden und sich einem anschließen. Diese laufen einem immer hinterher, insofern man nicht einen der ihren steuert und so entsprechend von den anderen begleitet wird. Diese Helden unterscheiden sich dabei einzig und allein dadurch vom Hauptcharakter, dass deren Level unveränderbar ist und der Avatar der einzige ist, der den Strategieteil „starten“ kann.
Die 6 Völker
Die Menschen: Die Menschen haben einen Greifenreiter als Titan. Sie bilden allerhand Ritter und Kleriker aus. Ihre Ressourcen bestehen aus Stein, Holz, Eisen, Nahrung und dem magischen Wasser, Aria.
Die Zwerge: Der Titan der Zwerge ist ein gewaltiges Steinmonster. Ihre Einheiten bestehen zum Großteil aus Axtkriegern. Ihre Ressourcen bestehen aus Stein, Eisen, Nahrung und Mondsilber. Spezialisiert auf Handwerk.
Die Elfen: Ihr Titan ist eine Ent, ein riesiger lebendiger Baum. Sie bilden Magier und Bogenschützen aus. Ihre Ressourcen bestehen aus Holz, Nahrung, Lenya und Eisen. Spezialisiert auf Magie.
Die Trolle: Ihr Titan ist ein Zyklop. Sie bilden mächtige wilde Kriegsmaschinen wie Berserker und Zermalmer aus. Ihre Ressourcen bestehen aus Holz, Stein, Nahrung und Eisen. Spezialisiert auf rohe Gewalt.
Die Orks: Ihr Titan ist ein großes Lavaungeheuer. Ihre Einheiten sind ein guter Mix aus allem, Magier sowie Schlächter. Ihre Ressourcen bestehen aus Holz, Eisen, Nahrung und Lenya.
Die Dunkelelfen: Ihr Titan ist ein riesiges Spinnenwesen. Sie haben viele mächtige Schwarzmagier und schnelle, kräftige Schwertkämpfer. Ihre Ressourcen bestehen aus Stein, Eisen, Nahrung, Aria und Mondsilber. Spezialisierung auf Schwarze Magie.
Strategiepart
Der Aufbauteil ist ähnlich wie bei jedem guten Strategiespiel. Man baut bestimmte Gebäude für bestimmte Einheiten. Diese wiederum haben diverse Upgrades und verbessern sich selbst und ihre Einheiten. Außerdem hat jedes Volk Abwehrtürme um sich zu schützen. Kämpft man mit mehreren Völkern zur selben Zeit, so haben diese ein gemeinsames Bevölkerungslimit.
Fazit:
Spellforce ist ein gelungener Mix aus Rollen- und Strategiespiel, welcher leider keinen guten Multiplayer und keine Zufallskarten besitzt, aber die Kampagne bietet einen hohen Unterhaltungswert und es wird nie langweilig. Davon können sich andere Programmierer ruhig eine Scheibe abschneiden.
- Publisher: JoWood
- Developer: Phenomic
- Platform: PC
- Genre: Rollenspiel
- Editor rating:

- Release date: 2003-12-16



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