sf-gamers.de: Star Trek - Elite Force 2 Star Trek - Elite Force 2 ================================================================================ admin on 07 November, 2005 04:14:00 Zu Beginn des ersten Teils aus dem Jahr 2000 schlüpften Sie in die Rolle des Fähnrich Munro und absolvierten zunächst eine Trainingsmission auf einen Borgkubus und wie das (Game)Schicksal so spielt, sind sie inzwischen Lieutenant und starten auch im zweiten Teil auf einen Borgschiff, doch diesmal müssen Sie die Voyager aus den Klauen der Borg befreien und mit ihr erfolgreich in den Alpha Quadranten fliegen. Was in der letzten Voyager Fernsehepisode Endgame sträflichst vernachlässigt wurde ist, das sie der Held der Stunde waren. Zuvor allerdings haben sie die Möglichkeit ein kleines Tutorial zu spielen, indem sie von Tuvok mit der Steuerung und der neusten Erweiterung vertraut gemacht werden, dem Tricorder. Nachdem sie erfolgreich in den Alpha Quadranten zurückkehrt sind, wird ihr Hazard Team aufgelöst und sie unterrichten fortan an der Sternenflottenakademie. Sah die Grafik auf der Borg- Sphere schon deutlich besser als in Teil 1 aus, entfaltet sie ihre volle Wirkung auf dem Sternenflottengelände. Es ist wirklich beeindruckend was die Programmierer von Ritual Entertainment aus der angestaubten Grafikengine alles herausgeholt haben. Zwei Jahre später ist es niemand geringeres als Cpt. Picard der sie auf die Enterprise- E holt und die Dienste des neu gegründeten Hazard Teams in Anspruch nimmt. Der erste Einsatz führt sie auf ein ziellos umhertreibendes Föderationsraumschiff, auf dem das künstliche Schwerkraftfeld zusammengebrochen ist und wo überall Leichen herumfliegen. Etwas merkwürdiges ist also passiert und schnell wird klar, das sie einem dunklen Geheimnis auf der Spur sind. Ab hier allerdings wird das Spiel ehr Star Trek untypisch, denn die gegnerischen Aliens, die mit scharfen Beißwerkzeugen und einem säurehaltigen Blut ausgestattet sind (irgendwo habe ich das doch schon mal gehört) und die Scriptsequenzen mit Schockeffekten passen nicht so recht ins Star Trek Universum. Außerdem sorgen enge Zeitvorgaben, wenn z.B. einer unserer Teammitglieder in einem anderen Bereich des Schiffs von Aliens umzingelt ist und von uns gerettet werden muss, für ein hektisches drauflos sprinten, ein taktisches Vorgehen ist so nicht möglich. Was allerdings auch schon die beiden größten Kritikpunkte am Spiel sind. Man trifft in den darauf folgenden Missionen zwar auch noch auf alte Feinde und absolviert auch noch spannende Einsätze, wie schon im ersten Teil muss man auch sein Raumschiff vor Angreifern verteidigen und einen Warpkernbruch verhindern, doch am Ende des Spiels könnte man meinen, man wäre im Doom Universum angekommen. Die Rätseleinlagen, die mithilfe des Tricorders gelöst werden, die Lovestory, die Möglichkeit in (wenigen) Dialogen verschiedene Antworten zu geben, die zum Teil humorvollen und auch Weisen Dialoge und die verschiedenen Einsätze auf der Enterprise-E passen hingegen sehr gut zu einem Star Trek Spiel und tragen viel zur Atmosphäre hinzu. And last but not least trifft man im Spiel auf Scottys Enkelin, die, wer hätte das Gedacht, ebenfalls Chef-Ingenieurin auf einem Schiff ist. Die Grafik ist wie erwähnt außerordentlich gut, der Sound erstklassig und die Steuerung ist ein Selbstläufer für jeden der schon einmal einen Ego-Shooter gespielt hat. Der Multiplayer orientiert sich an dem ersten Teil. Fazit: Elite Force II ist ein gutes Star Trek Spiel und ein noch viel besserer Ego-Shooter, der mit Bossgegnern, Horden von Aliens und einer interessanten (wenn auch für Star Trek untypischen) Story aufwartet.