Star Wars - Empire at War
Die Rechte an Star Wars sind wie eine Lizenz zum Geld drucken und neben den sechs Kinofilmen gibt es eine ganze Reihe von PC und Konsolenspielen. Leider konnten davon bisher nicht alle überzeugen und ob Star Wars Empire at War dazu gehört, lesen sie hier.
In Star Wars Empire at War haben sie die Möglichkeit auf Seiten des Imperiums oder der Rebellen die Galaxis zu erobern oder zu befreien. Dazu kann man entweder die Kampagne der beiden Fraktionen spielen oder aber bei der „Galaktischen Eroberung“ sein Glück versuchen. Hier können sie die Anzahl der Planeten (max. 43) sowie die Technologiestufe (1-5) bestimmen und frei vorgehen.
Der Kampagnemodus lehnt sich dabei nur vage an die Filmvorlage (Episode IV-VI) an. Bereits in der ersten Mission des Imperiums kämpfen sie mit Darth Vader gegen einen Abhörposten der Rebellen und schon kurze Zeit später schalten sie mit Boba Fett eine Piratenbasis aus. Später im Verlauf der Kampagne treffen sie auch auf Han Solo und Chewi, die gerade auf Kashyyyk Wookies befreien oder auf das Schiff von Prinzessin Leia, das gerade die technischen Daten vom Todesstern empfangen hat.
Dabei können sie auch Imperator Palpatine steuern, der es sogar alleine in einer Mission mit der Bevölkerung eines ganzen Planeten aufnimmt. Außerdem haben sie die Möglichkeit den gewaltigen AT-AT von Colonel Veers zu steuern, der über eine erhöhte Feuerkraft verfügt und gegen die Schleppseile der Gleiter immun ist.
Dabei sei anzumerken das sowohl der Imperator als auch Darth Vader extrem stark sind und mit ihren Spezialfähigkeiten ordentlich zulangen, so kann Darth Vader mit dem „Schlag der Macht“ ganze Infanteriegruppen vernichten und außerdem Fahrzeuge aller Art in der Luft zur Explosion bringen, der Imperator hingegen setzt auf seine Blitzfähigkeit und kann Gegner auf die Dunkle Seite der Macht herüberziehen.
Leider trägt dies nicht gerade zu einem guten Einheitenbalancing bei und so kommt es, das die Bodeneinheiten des Imperiums erstaunlich schwach sind, egal ob ihre Sturmtruppen an einheimischen Spezies (wie z.B. den Wookies) verzweifeln oder ihre Panzer von der außerordentlich starken Artillerie der Rebellen vernichtet wird. Lediglich die gigantischen AT-AT’s können überzeugen.
Auf Seiten der Rebellen zerstören sie zunächst die imperialen Werften auf Kurat und sind später mit R2D2 und C3PO unterwegs und laden Daten von einer Uplink Station, bevor sie die Prototypen der X-Wing stehlen, was leichter gesagt ist als getan, da diese sehr gut bewacht sind.
Leider haben sie bei den Bodenkämpfen allgemein zu wenig Einheiten zur Verfügung, da sie auf einigen Planeten mit nur max. drei Einheiten landen können und erst weitere Landplätze erobern müssen, um eine größere Truppenanzahl landen zu können, was auf Planeten mit einer einheimischen und feindlich gesonnen Spezies aber überaus schwierig ist.
Das größte Vergnügen bereiten einem die stimmungsvollen Weltraumschlachten, bei denen zahlreiche Explosionen und das Aufflackern der Schilde recht eindrucksvoll wirken. Leider ist auch hier die Einheitenanzahl eng begrenzt, weshalb sie öfters Nachschub in die Schlacht führen müssen und bedauerlicherweise könne sie zu Beginn der Schlacht nicht bestimmen, welche Einheiten sie zuerst verwenden wollen. Übrigens sollten sie darauf verzichten Bodentruppen in die Weltraumschlachten mitzuführen, da diese das bevorzugte Ziel von gegnerischen Jägern sind und die Transporter nur leicht gepanzert sind.
Insgesamt macht die Grafik aber nur einen mittelmäßigen Eindruck, da die Planetenoberflächen im Vergleich mit anderen Strategietiteln wie Earth 2160 oder Age of Empires 3 recht detailarm wirken und vor allem die Bewegungsanimationen der Einheiten, mit besonders schlecht animierten Laserschwertkämpfen, nicht überzeugen können, auch die kantigen Gesichter bei den Nahaufnahmen oder den Zwischensequenzen hätten besser umgesetzt werden können. Besonders hässlich sind dabei die Abschlussanimationen, nachdem sie die Kampagnenziele erreicht haben.
Doch leider ist die Grafik nicht der einzige Kritikpunkt, da auch die Wegfindungs-KI nicht gelungen ist und vor allem die Kommentare der Einheiten nerven, da diese oft völlig sinnfrei sind und sich zudem recht oft wiederholen. Auch das in der deutschen Version die Originalsynchronsprecher fehlen stört enorm die Atmosphäre, zumal nicht jeder Charakter mit einer passenden (Ersatz)Synchronstimme besetzt ist.
Hinzu kommen die auch nach erscheinen des ersten Patches, der am ersten Verkaufstag veröffentlicht wurde, vorhandenen Bugs. So werden ab und zu die Verluste nach einer Schlacht nicht richtig angezeigt oder Buttons lassen sich nicht drücken.
Besonders gelungen hingegen ist die „Battlecam“, mit der sie sowohl bei den Bodenkämpfen wie auch den Weltraumschlachten, in eine gut präsentierte Kameraperspektive umschalten können. Außerdem sind die Wortgefechte der einzelnen Charaktere über Holobotschaften zum Teil recht humorvoll, besonders als sich Gouverneur Tarkin und Darth Vader beide vor der Vorführung des ersten AT-AT drücken wollen und der Imperator in seiner bekannt liebenswerten Art und Weise um deren Anwesenheit „bittet“.
Fazit:
Star Wars Empire at War ist für mich eine kleine Enttäuschung, da der Kampagnenmodus schnell vorbei ist und die begrenzte Einheitenanzahl auf den höheren Schwierigkeitsgraden oft für Frust sorgen wird, außerdem steht bei dem Spiel ehr die Action als die Taktik im Vordergrund.
Hinzu kommt die teilweise nur mittelprächtige Grafik, die schlechte Wegfindungs-KI und der ein oder andere nervige Bug.
- Publisher: LucasArts
- Developer: Petroglyph
- Platform: PC
- Genre: Strategy
- Editor rating:

- Release date: 2006-02-16



del.icio.us
Digg
Facebook
Google
Myspace
Windows Live
Yahoo MyWeb
Comments (0 posted):
Post your comment