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Universe at War

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Die Entwickler von Petroglyph waren schon für Star Wars Empire at War verantwortlich und sind demnach keine Neulinge unter den Echtzeitstrategen. Ob ihr neustes Werk Universe at War die hochgesteckten Ziele erreichen kann?

2001 gründeten mehrere erfahrene Entwickler, die zuvor bei den Westwood Studios an der Command and Conquer Reihe und dem legendären Dune II gearbeitet haben ihr eigenes Entwicklerstudio und ihr erstes Spiel Star Wars Empire at War konnte nicht alle Erwartungen erfüllen und soviel sei schon Mal gesagt auch Universe at War verschenkt viel Potenzial.

Im actiongeladenen Intro sieht man das die menschlichen Truppen gegen eine außerirdische Invasion der Hierarchie recht chancenlos bleiben und in den ersten beiden Missionen des Spiels wird dieser Eindruck noch verstärkt. Doch plötzlich öffnen sich mehrere Portale und eine weitere außerirdische Rasse greift in den Kampf ein. Hierbei handelt es sich um die Novus, einer außerirdischen Rasse, die fast nur noch aus Robotern besteht und eine Art Guerillakrieg gegen die Hierarchie kämpft, da deren Heimatplanet einst von den dämonischen Außerirdischen angegriffen wurde und fast alle humanoiden Schöpfer vernichtet wurden.

Nach den beiden Einleitungsmissionen folgt in der Kampagne die Novus Missionen, bevor wir auch in die Haut der Hierarchie schlüpfen dürfen. Doch damit nicht genug, im fortgeschrittenen Spiel taucht aus dem Meer noch eine weitere außerirdische Rasse auf, die schon lange auf der Erde einen Zufluchtsort gefunden hat und ursprünglich der Schöpfer der Hierarchie ist – die Masari, welche den Erdlingen auch durch einen anderen Namen bekannt ist – Atlantis.

Alle Parteien unterscheiden sich dabei grundlegend voneinander und die gigantischen Läufer der Hierarchie sind einfach gewaltig und aufgrund der nahen Kamera auch bildschirmfüllend. Doch ist das Balacing sehr gut gelungen und keine Seite ist übermächtig, doch bedarf es einer gewissen Einarbeitungszeit, da die meisten Einheiten auch über Spezialfähigkeiten verfügen und die Masari zum Beispiel über einen hellen (Angriffsmodus) und einen dunklen (Verteidigungsmodus) Lichtmodus verfügen. So erledigt man mit der Spezialfähigkeit der „Friedensstifter“ im hellen Modus mit nur 4 dieser rollenden Artillerieeinheiten einen Läufer in wenigen Sekunden – wenn man denn weiß, wo sich dessen Energiekerne befinden.

Die Novus hingegen können die Karte mit einem unsichtbaren Energienetz überziehen und so ihre Truppen in wenigen Sekunden über die Karte transportieren – was ihnen aufgrund der viel zu geringen Einheitenbegrenzung einen echten Vorteil verschafft, doch dafür sind deren Einheiten ím Kampf gegen die Läufer der Hierarchie auch etwas stärker gefordert. Übrigens dienen diese kampfstarken Läufer auch als Produktionsstätten für neue Einheiten und bewegen sich nur sehr langsam vorwärts und sind zudem recht teuer. Können aber auch mit zahlreichen Panzerungen und Waffentürmen für den Kampf optimiert werden.

Der Schwierigkeitsgrad ist fair, auch wenn man auf seine Helden gut aufpassen muss, denn wenn einer von denen stirbt, gilt nicht selten eine Mission gescheitert.

Die Grafik des Spiels ist durchwachsen. Die meisten Einheiten und Gebäude, insbesondere der Novus, sind sehr gut animiert, die menschlichen Truppen hingegen hätten ein paar Polygone mehr vertragen können und auch die Landschaftsgrafiken sind gemixt. Wohingegen die Effekte und Explosionen aber sehr gut aussehen. Insgesamt reicht die Grafik aber nicht an den dritten Teil der Command and Conquer Serie heran.

Richtig nervig hingegen ist misslungene Hintergrundmusik und die ein oder andere Ungereimtheit, denn so verweigern die ausgewählten Truppen gelegentlich einen Befehl oder stellen mitten im Kampf das Feuer ein. Auch das die Mausgenauigkeit einen öfters in Stich lässt hätte nicht seien müssen – aber dies liegt wohl daran, das das Spiel im März auch für die Xbox 360 erscheinen soll und die Steuerung deswegen für Controller optimiert wurde.

Ärgerlich ist auch, dass die Story durch die Novus- und Hierarchiekampagne richtig in Fahrt kommt und durch die Masari Mission richtig abflacht, denn die letzte Kampagne besteht nicht mehr aus einer packend erzählten Story, sondern spielt auf der Weltkarte wo wir uns in Risikomanier von Ostafrika nach Mittelamerika durchkämpfen müssen – so als ob den Entwicklern zuletzt die Ideen ausgegangen wären.

Richtig gut gelungen ist hingegen das Interface, denn dieses ist sehr platzsparend und dennoch übersichtlich, so dass man mit nur wenigen Klicks alles im Griff hat. Egal ob man den Forschungsbaum erweitert oder seine Produktionsstätten aufrufen will.

Fazit:

Ich hatte mir von Universe at War wirklich mehr erwartet. Zwar finde ich die drei spielbaren Rassen gut ausbalanciert und die Story gelungen, dennoch wäre noch mehr drin gewesen. Zumal es mehrere kleinere Ungereimtheiten gibt und es ärgerlich ist, das man für Ranglistenspiele im Multiplayer eine kostpflichtigen Goldmitgliedschaft unter Windows Live abschließen muss.

Wer Rise of Legends oder Starcraft mochte wird aber auch mit Universe at War glücklich werden.

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Gaming review
  • Publisher: Sega
  • Developer: Petroglyph Games
  • Platform: PC
  • Genre: Strategy
  • Editor rating: 16*
  • Release date: 2008-01-25