Red Steel
Red Steel war eines der Zugpferde für die Wii, denn die ersten Trailer machten Lust auf mehr und insbesondere die Schwertkämpfe sollten in Verbindung mit der innovativen Steuerung der Konsole die Kunden begeistern, doch leider kam es anders.
Die Story von Red Steel spielt in einem interessanten und relativ unverbrauchten Szenario für einen Shooter, wobei natürlich auch viele bekannte Elemente vorkommen. Eigentlich wollt ihr nur euren zukünftigen Schwiegervater treffen und als ob dies noch nicht stressig genug wäre, kommen euch noch ein paar japanische Gangster in die Quere. Natürlich sehen wir nicht nur tatenlos zu, sondern stürzen uns direkt ins Kampfgetümmel. Uns gelingt zwar den Angriff zurückzuschlagen, doch unsere Verlobte wird entführt und wartet darauf von uns gerettet zu werden.
Dabei sticht sofort die unterdurchschnittliche Grafik ins Auge, denn auch wenn der Wii generell etwas leistungsschwach auf diesem Gebiet ist, hat Zelda doch gezeigt, das dennoch ein optisch ansprechendes Resultat erzielt werden kann. Dabei sind die Umgebungsgrafiken noch mittelmäßig, die Figurenmodelle aber sehr bescheiden umgesetzt. Zwar gibt es auch ein paar nette Explosionseffekte, doch ein Schadensmodell für explodierte Fahrzeuge fehlt ebenso wie moderne Licht- und Schatteneffekte. Doch zugute halten muss man dem Spiel, das viele Objekte zerstört werden können und das insbesondere die Waffensounds überzeugen können, gerade das Nachladen hat es mir dabei angetan, denn die Geräusche aus dem Wii-Remote sind sehr realitätsnah.
Auch die gute Synchronisation weiß zu überzeugen und es gibt zwar oft Zeitlimits in den Missionen, doch sind diese sehr fair gehalten. Auch Munition ist reichlich vorhanden in den Levels, so dass die Tatsache das man nur 2 Waffen bei sich tragen kann, nicht so schwer ins Gewicht fällt.
Kommen wir nun zu einer ganzen Reihe von Negativ-Punkten, die einen das Spielerlebnis verderben können. Da wären zum einen die sich ständig in einem Level wiederholenden Gegnertypen, die dumme Gegner-KI oder der strikt lineare Spielverlauf. Auch gibt es kaum eine Interaktionsmöglichkeit mit der Spielumgebung.
Geschmacksache hingegen sind die comichaften Zwischensequenzen. Wobei diese nicht so gelungen sind wie zu seiner Zeit bei Max Payne. Einer der größten Kritikpunkte jedoch sollte eigentlich einer der Kaufgründe für dieses Spiel sein, die Schwertkämpfe. Diese sind nur in speziellen Gebieten gegen spezielle Gegner möglich und keine große Herausforderung. Zwar lehrt das Spiel einem ein paar Techniken, aber jeder Gegner lässt sich auch einfach mit der immer gleichen Technik besiegen. Auch das in einer Autowerkstatt oder einem Flughafenterminal jeder Angestellte schwer bewaffnet ist, ist alles andere als realistisch.
Ein paar gute Ideen sind den Entwicklern dann doch noch eingefallen. So können Granaten geworfen oder gerollt werden und man kann Tische umwerfen, um diese dann als Deckung zu benutzen. Auch der Focus-Time-Modus erinnert an Max Payne, passt aber gut ins Spiel.
Fazit:
Von Ubisoft’s Red Steel hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Zwar gab es vor dem Release zahlreiche innovative Versprechungen, von denen im fertigen Spiel aber nicht mehr viel übrig geblieben ist.
Das das Spiel dennoch ein bisschen Spaß macht, wenn man sich mit der Grafik, Gegner-KI und den immer wieder gleichen Gegner-Typen arrangiert hat, liegt an der Steuerung, an die man sich zwar erst gewöhnen muss, aber das Spiel vor dem totalen Absturz bewahrt.
Dabei hat mir das manuelle Zielen auch viel besser, weil realistischer, gefallen, als das „automatisierte“ Zielen mit dem A-Button.
- Publisher: Ubisoft
- Developer: Ubisoft Paris
- Platform: Wii
- Genre: Ego Shooter
- Editor rating:

- Release date: 2006-12-06



del.icio.us
Digg
Facebook
Google
Myspace
Windows Live
Yahoo MyWeb
Comments (0 posted):
Post your comment