sf-gamers.de: Resident Evil 4 Resident Evil 4 ================================================================================ admin on 12 September, 2007 03:31:00 Resident Evil 4 ist nicht mehr ganz taufrisch, da Gamecube Spieler schön länger die Gelegenheit haben sich ins Abenteuer zu stürzen. PC- und Wii-Spieler hingegen haben erst seit kurzem das Vergnügen. Und eines sei gleich gesagt, wenn sie einen der vielen mittelmäßigen Testberichte der lieblos konvertierten PC-Version gelesen haben und deswegen kein großes Interesse an der Wii-Version haben, machen sie einen Fehler. Aber der Reihe nach. Die Umbrella Corporation wurde zerschlagen, dessen Platz wurde aber schnell durch einen neuen mysteriösen Gegner eingenommen, denn die Tochter des US-Präsidenten wurde entführt und sie, alias Leon S. Kennedy gehen einer der Spuren nach und befinden sich deshalb in Spanien. Doch in der Gegend in der sie sich befinden gehen geheimnisvolle Dinge vor sich und sie werden sehr bald von zombiehaften Wesen angegriffen. Dahinter steckt eine mysteriöse Sekte, die auch sie mit ihren dunklen Machenschaften infiziert. Im Verlauf der Handlung treffen sie dabei auch immer wieder auf alte Bekannte und wenn sie Ashley Graham, die US-Präsidententochter, gefunden haben, ist das Spiel noch lange nicht vorbei. Und dies ist leichter gesagt als getan, denn der Schwierigkeitsgrad ist sehr fordernd. Man kann zwar in den zahlreichen Kämpfen auf verschiedene upgradfähige Schusswaffen zurückgreifen, doch oft helfen im Nahkampf nur noch Fußtritte und das Messer, das sich gut mit dem Wii-Remote schwingen lässt. Dabei fließt nicht gerade wenig Blut, denn am effektivsten bekämpfen sie ihre Gegner, indem sie ihnen in den Kopf schießen, wobei dieser nicht selten platzt. Doch können sie auch schnell ihren eigenen Kopf verlieren, insbesondere dann, wenn sie mit Kettensägen angegriffen werden. Die Grafik ist dabei nur mittelmäßig, dennoch gibt es eine gelungene, bedrückende Atmosphäre, insbesondere durch die Hintergrundmusik. Auch die vielen Minispielchen, wo sie kleine Schalterrätsel lösen müssen oder in einer Sequenz schnell die richtigen Buttons drücken müssen, um nicht von einem rollenden Stein erschlagen oder von einem ogerhaften Riesen zermalmt zu werden, sind gut implementiert und sorgen für Abwechslung. Etwas umständlich geraten hingegen ist die Benutzung des Aktenkoffers, der bei einem der zahlreichen Händler auch gegen einen größeren ausgetauscht werden kann, der als Inventar dient und insbesondere die Waffenwechsel sind umständlich. Auch die vielen Fallen und gelegentlich unfair postierten Gegner, die einen mit Sprengladungen eindecken, können einem aufs Gemüt schlagen. Gut gelungen hingegen ist, dass man auf einem geworfene Äxte in der Luft abschießen kann. Auch die lebendige Spielwelt ist ein Pluspunkt, so befreiten wir am Anfang des Spiels einen Wolf aus einer Falle und eben jener kam uns in einem sehr kritischen Moment zur Hilfe. Fazit: Wer ein Fan von Horrorshootern ist, kommt auf dem Wii nicht an Resident Evil 4 vorbei. Die Steuerung wurde gut umgesetzt und die Atmosphäre stimmt.