sf-gamers.de: The Legend of Zelda: Twilight Princess The Legend of Zelda: Twilight Princess ================================================================================ admin on 27 December, 2006 03:37:00 In mehr als zwei Dutzend Abenteuern auf verschiedenen Plattformen kämpft der Blondschopf mit den spitzen Ohren, der meist einen grünen Anzug trägt gegen das Böse in der Welt Hyrule und auch im neusten Teil The Legend of Zelda: Twilight Princess ziehen dunkle Mächte ihre Kreise die es aufzuhalten gilt. Der Einstieg ins Spiel ist dabei etwas zäh geraten und die ersten Aufgaben sind nicht wirklich prickelnd. So muss man zum Beispiel solange Angeln, bis eine Katze einen die Beute stibitzt und zu ihrem Frauchen zurückkehrt, bevor dieses euch eine Steinschleuder verkauft, mit der ihr einen Bienenstock von einem Baum schießt, doch die ersten Aufgaben führen euch charmant in die friedliche Spielwelt ein und ihr sammelt erste Erfahrungen auf euren treuen Pferd Epona und lernt neben der Steinschleuder auch die Schwertführung kennen. Und dies ist auch bitter nötig, denn eigentlich sollt ihr ein Geschenk im Schloss von Hyrule abliefern, doch eine wilde Horde überfällt die Idylle, schlägt euch nieder und verschwindet mit einigen Geiseln. Zu allem Überfluss werdet ihr auch noch in das Schattenreich gezogen und steckt in der Haut eines Wolfes (vorläufig) fest. Und als Wolf kämpft es sich nicht nur anders, sondern ihr habt auch einen verbesserten Instinkt (und könnt so Geister aufspüren) und ihr verfügt auch über die Fähigkeit sich durch zu wühlen und über eine bessere Sprungkraft und entkommt so mit Midnas Hilfe. Aber die Wolfsabenteuer sind nur von kurzer Dauer und die meiste Zeit kämpft man in menschlicher Gestalt gegen das Böse und kann mit dem Nunchuck eine Wirbelattacke durchführen oder mit dem Remote vertikale oder horizontale Schläge ausführen, wobei man im Verlauf des Spiels auch okkulte Künste lernt und so Spezialattacken beherrscht. Das Spiel ist dabei leider streng linear, motiviert aber einen zum Weiterspielen, auch wenn einige wenige Abschnitte sehr frustrierend sind. So müsst ihr im Spielverlauf des öfteren Spinnenbombenbasketball spielen und kurz vor der Explosion stehende Spinnen in den Schlund einer Fleisch fressende Pflanze oder ähnlichem befördern. Leider schafft es auch Nintendo auf den Wii nicht die neue innovative Steuerung reibungslos in das Spiel zu integrieren, weshalb man gerade bei den Abschnitten unter Zeitdruck oder gegen die Zwischengegner ins Schwitzen kommt, denn die Steuerung ist hierfür zu ungenau. Auch die schlechte Physikengine des Spiels drückt dabei auf die Stimmung. Dafür ist aber die Grafik sehr gut gelungen, auch wenn sie ein wenig zu kantig ist, was aber an den begrenzten Fähigkeiten der Konsole liegt. Die Bewegungsanimationen hingegen sind sehr gut gelungen und auch die Darstellung des Wassers kann sich sehen lassen. Über jeden Zweifel erhaben ist aber der Soundtrack des Spiels und dieser ist auch nötig, da eine richtige Sprachausgabe nicht existiert und alles auf Bildschirmtexten abläuft. Neben der motivierenden Story und Atmosphäre haben sich die Entwickler auch ein paar nette Gimmicks einfallen lassen und so könnt ihr auf Grashalmen flöten und so eurer Pferd oder einen Falken herbeirufen oder jederzeit auch in die Ich-Perspektive schalten. Auch die Integration der Tante mit der ihr jederzeit euch Teleportieren könnt ist gut gelungen. Besonders gelungen ist auch das Handbuch des Spiels und dies ist gerade in der heutigen Zeit besonders erwähnenswert, da andere Entwickler sich den Aufwand sparen. Fazit: Das neuste Zelda Abenteuer ist ein gelungenes Rollenspiel, das sich aber mit der starken Konkurrenz auf dem PC und anderen NextGen Konsolen messen lassen muss und aufgrund der technischen Begrenztheit der Nintendo Konsole, einen schweren Stand hat. Auch der ein oder andere frustrierende Spielabschnitt drückt auf die Stimmung. Doch demgegenüber steht die charmante Spielwelt mit ihrer tollen Atmosphäre und ihren liebenswerten Charakteren sowie die lange Spieldauer. Und aufgrund des Mangels an Alternativen an überzeugenden Spielen für den Wii ist das neue Zelda sowieso ein Pflichtkauf.