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Halo 3: ODST

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Kann ein Ego-Shooter im Halo Universum ohne den Master Chief wirklich überzeugen?

Die Handlung spielt zwischen Teil 2 und 3 der Halo Serie und die Covenant haben die Erde angegriffen und die afrikanische Stadt New Mombasa besetzt – da sie hier auf der Suche nach etwas sind.

 

Wir schlüpfen nach einer kurzen Einführung in die Haut eines namenlosen Elite-Soldaten der UNSC (United Nations Space Command) den so genannten Orbital Drop Shock Troopers (ODSTs) und werden ins Kampfgebiet abgesetzt, doch leider funktioniert der Absprung aus dem Orbit nicht ganz so wie geplant und wir erwachen erst nach ein paar Stunden in unserer Kapsel.

 

Weshalb wir uns alleine durch die Stadt kämpfen müssen, um nach unseren Kameraden zu suchen. Dabei stoßen wir immer wieder auf feindliche Patrouillen, die uns das Leben schwer machen (da sie sehr clever agieren) und anders als in den bisherigen Teilen regeneriert sich die Gesundheit nicht mehr selbst sondern man ist auf Medipacks angewiesen und auch auf den Spartan Schutzschild müssen wie als Shock Trooper leider verzichten, dafür haben wir aber ein neues Maschinengewehr mit Schalldämpfer deren Ursprung in der Rainbow Six Serie liegt.

 

Haben wir einen der Zielpunkte auf der Übersichtskarte erreicht, wird eine kurze Cutscene abgespielt, die uns Aufschluss darüber gibt, was hier geschehen ist und uns rückwirkend die Ereignisse aus der Haut unserer Kollegen erleben lässt. Wohingegen wir durch versteckte Audiotagebücher die Geschichte der Menschen aus New Mombasa erfahren.

 

Der Soundtrack ist, wie bei jedem Halo Teil, wieder außerordentlich gelungen ist und in der Engl. Version (die deutsche Untertitel enthält) sprechen bekannte Schauspieler wie Nathan Fillion (bekannt aus Firefly und Desperate Housewives) oder Tricia Helfer (bekannt aus Battlestar Galactica) die Rollen.

 

Es gibt ein neues HUD - das VISR (Visual Intelligence System, Reconnaissance), das die Feinde rot umrandet und wieder von Ubisoft , diesmal allerdings von der Ghost Recon Serie, übernommen wurde. Die Grafik ist dabei keine neue Referenz und die weitläufige Mega City ist eine Mogelpackung, da nur wenige Gebäude und Sektoren betreten werden können und alles recht trist und trostlos wirkt.

 

Leider ist die Spielzeit recht kurz ausgefallen und auch wenn die Einsätze spannend und abwechslungsreich sind, kommt das Ende viel zu früh.

 

Und auch der Multiplayer Modus, der sich auf einer zweiten CD befindet, ist eine Enttäuschung, handelt es sich hierbei doch um einen minimal verbesserten Modus der Original Version von Halo 3.

 

Fazit:

 

Bungie versteht es einfach tolle virtuelle Welten zu zaubern und den Spieler in diese Welt eintauchen zu lassen. Die fantastischen Zwischensequenzen gepaart mit dem sehr gelungenen (neuen) Soundtrack und die spannende Geschichte bereichern das Halo-Universum um ein neues Abenteuer.

 

Doch leider leidet auch dieser Teil an den bekannten Schwächen. Die Spielgrafik ist nicht up to date (die Stärken der mittlerweile angestaubten Halo 3 Engine sind ganz klar Außenareale und Wassereffekte und keine Innenräume und enge Häuserschluchten) und schon wieder ärgere ich mich in einem Halo Teil über die knappen Munitionsvorkommen und die häufigen Waffenwechsel.  

 

Auch wenn dieses Spiel ohne die Identifikationsfigur des „Master Chief“ auskommt, kann hier jeder Halo Fan bedenkenlos zugreifen. Wer aber bisher nicht viel mit der Serie anfangen konnte, wird auch durch ODST kein Anhänger werden.

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Gaming review
  • Publisher: Microsoft Game Studios
  • Developer: Bungie
  • Platform: Xbox360
  • Genre: Ego-Shooter
  • Editor rating: 15*
  • Release date: 2009-09-22