Call of Duty 2
Mit Call of Duty gelang Infinity Award 2003 ein echter Hit und das Spiel gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den „Game Of The Year 2003 (PC)“ Award. Bleibt natürlich die Frage, ob den Entwicklern dies auch mit der Fortsetzung gelungen ist, zumal ein dritter Teil schon angekündigt ist.
Wer gut inszenierte Action mag und vom 2.Weltkriegsszenario noch nicht die Nase voll hat, für den ist Call of Duty 2 auf der Xbox 360 so wie so ein echter Pflichtkauf, denn auch dieses Mal gelingt es den Entwicklern den Spieler auf packende und spannende Einsätze zu schicken, auch wenn an den Kritikpunkten vom ersten Teil nicht wirklich gearbeitet wurde.
Und so bietet das Spiel zwar eine packende Atmosphäre, doch dies geht auf die Handlungsfreiheit und so spielt sich das Spiel streng linear. Dabei hätten alternative Lösungswege dem Spiel gut getan und den Wiederspielwert erhöht.
Das Spiel startet auf sowjetischer Seite und sie müssen in der Nähe von Moskau einen Angriff von einer deutschen Übermacht abwehren, bevor es sie nach dem Hexenkessel von Stalingrad verschlägt und sie anschließend auf britischer Seite nach Afrika gehen, wo sie auch die Möglichkeit haben Crusader Panzer zu steuern oder mithilfe eines Fernglases Artillerieschläge zu delegieren.
Nach dem Afrikafeldzug des Empires stürmen sie mit amerikanischen Truppen den Strand der Normandie und landen diesmal an einem anderen Abschnitt als noch im ersten Teil und müssen dieses Mal erst noch eine gewaltige Felswand erklimmen, bei der zahlreiche Scriptsequenzen (so z.B., wenn der oberste Kamerad getroffen wird und beim Fallen noch einen Kameraden unter ihm mitreißt) zum Einsatz kommen und dies den Adrenalinspiegel nach oben treibt.
Leider bietet das Spiel mit 3 sowjetischen, 3 amerikanischen und 4 britischen Missionen nur Unterhaltung für einen Tag, und auch wenn zahlreiche Granaten immer wieder für einen virtuellen Tod sorgen, haben sie das sehr abrupte Ende in etwa 10 Stunden gesehen. Eine gute Idee dabei ist, dass der Protagonist keinen Lebensbalken hat, sondern rot umrandet ist, wenn dieser zu häufig getroffen wurde und erst einmal in Deckung gehen muss.
Neben der Mission, in der sie einen Panzer steuern, klemmen sie sich auch mal hinter das MG eines Schützenpanzers, eines Ladungsbootes oder schießen mit der Flak feindliche Flugzeuge ab. Wobei sie bei den meisten Missionen auch immer ein MG 42 benutzen können und gerade dies hilft ihnen bei der Verteidigung der gerade eroberten Ortschaft, denn mehrmals müssen sie sich nach gewonnener Eroberung gegen haushoch überlegende deutsche Truppen beweisen.
Die Grafik ist gut, könnte auf nicht HD- Fernsehern aber besser sein, da viele Objekte doch recht kantig wirken und gerade die Innenlevels recht trist sind. Auch die KI der Teamkameraden und der Gegner, ist nicht besonders intelligent und dies wird hoffentlich im dritten Teil verbessert.
Fazit:
Auch der zweite Teil von Call of Duty verbindet packende Action mit einer atemberaubenden Atmosphäre. Leider wurde aber an den bekannten Mängeln des ersten Teils nicht wirklich gearbeitet, weshalb eine höhere Wertung in weite Ferne rückt.
Wer Action mag und auch dem Szenario des Zweiten Weltkriegs etwas abgewinnen kann, der kommt allerdings auf der Xbox 360 nicht an Call of Duty 2 vorbei.
- Publisher: Activision
- Developer: Infinity Ward
- Platform: Xbox 360
- Genre: Egoshooter
- Editor rating:

- Release date: 2005-11-03



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