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Midnight Club Los Angeles

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Wer auf Tuning und Muscle Cars steht und eine arcadelastige Fahrzeugsteuerung einer realistischen Steuerung vorzieht, der kommt am neuen Rockstar Spiel nicht vorbei.

Das Rockstar Games etwas von einer offenen Welt versteht haben sie zuletzt eindrucksvoll mit GTA 4 bewiesen, das sie aber auch einen Faible für arcadelastige Rennsimulationen haben ist nicht neu handelt es sich bei Midnight Club Los Angeles doch bereits um den vierten Teil der Serie.

 

Entwickelt wurde dieses Spiel von der Abteilung aus San Diego, die zu letzt mit einer eindrucksvollen Tischtennissimulation auf den NextGen Konsolen begeistern konnten.

 

Midnight Club Los Angeles sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch einen hohen Wiedererkennungswert der Stadt der Engel, denn mehrere Wahrzeichen der Stadt wurden in das Spiel importiert und man hat wirklich den Eindruck durch ein virtuelles Abbild der Stadt zu fahren.

 

Man schlüpft in die Haut eines namenlosen Helden der durch verschiedene Rennen nicht nur seine Geldbörse sondern auch seine Reputation aufbessert und so mit der Zeit immer bessere Autos und Tuningteile freischaltet.

 

Leider ist der Fuhrpark aber nicht sehr groß ausgefallen lediglich 43 Autos und 3 Motorräder wurden ins Spiel integriert (von einem 1983 VW Golf GTI bis hin zu einem 2008 Mercedes Benz S600 ist fast alles dabei). Auch wenn die Autos sehr detailgetreu sind und ein größeres Schadensmodell als bei den meisten anderen Spielen besitzen (die Autohersteller mögen es normalerweise nicht, wenn ihre Autos verbeult werden können).

 

Bedauerlicherweise gestaltet sich der Einstieg ins Spiel etwas zäh, denn zu Beginn hat man kaum Geld und erst nach Dutzenden von gewonnenen Rennen ändert sich daran etwas, speziell dann, wenn man ein Zweikampfrennen für sich entscheiden konnte und der Verlierer seinen fahrbaren Untersatz abgeben musste.

 

Natürlich sehen die Ordnungshüter unsere illegalen Straßenrennen nicht gern, und wenn sie einen dabei erwischen, tun sie alles einen zu stoppen und leider verfügen sie dabei nicht selten über hellseherische Fähigkeiten, denn es ist wirklich schwierig die Polizei abzuschütteln, auch wenn man einen relativ großen Vorsprung herausgefahren hat.

 

Ein Highlight des Spiels ist das bereits erwähnte Tuning und von Turboladern bis hin zum Nitro lässt dies keine Wünsche offen, zumal auch seine eigene Lackierung  gewählt werden kann. Wenig realistisch aber ungemein spaßig sind die 4 „Spezialfähigkeiten“, wo man die Zeit verlangsamen oder mit einem Elektromagnetischen Impulse die Elektrik benachbarter Fahrzeuge zerstören kann.

 

Das Spiel ist in Englisch mit deutschen Untertiteln und bietet einen umfangreichen Soundtrack, deren Fokus natürlich auf der Rapmusik liegt.

 

Leider ist die KI der anderen Verkehrsteilnehmer ein weiterer Schwachpunkt (war bei GTA 4 nicht anders) und Unfälle sind eigentlich an der Tagesordnung und wenn man nicht gerade ein grünes oder gelbes Rennen fährt, hat man kaum eine Chance nach einem Crash noch als Sieger aus den Rennen zu gehen. Glücklicherweise kann man nach jedem Rennen seinen Wagen kostenlos reparieren lassen.

 

Fazit:

 

Mir hat Midnight Club Los Angeles viel Spaß gemacht. Es gibt zwar einige Schwächen wie die bescheidene KI oder die mangelnde Identifikation mit dem (namenlosen) Helden, doch insgesamt hat Rockstar San Diego vieles richtig gemacht. Sei es der hohe Wiedererkennungswert von Los Angeles oder der umfangreiche Tuning Part.

 

Auch die große, offene Welt weiß zu gefallen und das es einen Tag-/Nachtwechsel sowie unterschiedliche Wettereffekte im Spiel gibt erhöht die Atmosphäre.

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Gaming review
  • Publisher: Rockstar Games
  • Developer: Rockstar San Diego
  • Platform: Xbox 360
  • Genre: Racing
  • Editor rating: 15*
  • Release date: 2008-10-24