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Mirror's Edge

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Die Battlefield Entwickler von DICE aus Schweden haben mit Mirror‘s Edge ein innovatives und gesellschaftskritisches Spiel veröffentlicht, das aber leider ein hohes Frustpotenzial beherbergt.

In einer nicht allzu fernen Zukunft wird die gesamte Kommunikation von einem totalitärem Regime überwacht (kommt dem, wovon Wolfgang Schäuble träumt, wohl recht nahe), weshalb Botschaften deren Inhalt nicht für den Staat bestimmt sind häufig von so genannten Runners überbracht werden.

 

Wir schlüpfen in die Haut der Runnerin Faith und springen, klettern und laufen dabei aus der Ego-Perspektive durch eine futuristische Stadt, die etwas steril wirkt. Dennoch ist der Grafikstil außerordentlich gelungen. Leider trifft dies aber nicht auf die Zwischensequenzen zu, denn diese werden im Comiclook erzählt und Mirror‘s Edge ist eines der wenigen Spiele, wo das eigentliche Spiel besser als die Zwischensequenzen aussieht.

 

Leider ist die Bewegungsfreiheit nicht so groß wie gedacht, denn fast gibt es immer nur einen Weg den wir erklimmen können – und dieser Weg ist leider nicht immer nachvollziehbar und oft sehr schwer zu meistern. Zwar werden Objekte mit denen wir interagieren können rot eingefärbt und man kann obendrein mit einem Druck auf die B-Taste sich die weiterführende Richtung anzeigen lassen, dennoch ist man mehr als einmal am Rätseln, wie es weiter geht oder schlicht am verzweifeln (insbesondere in Kapitel 4).

 

Die Musikuntermalung des Spiels fand ich hingegen sehr gut und die Jump and Run Aktivitäten werden öfters durch kleine Kampfeinlagen gegen Polizisten oder Zwischengegner aufgelockert. Dabei können wir zuschlagen und treten oder mit einem Druck auf die Y-Taste unseren Gegenüber auch entwaffnen, aber wie bei den Sprungeinlagen auch kommt es hierbei auf das richtige Timing an – und das Spiel verzeiht einem wirklich nichts.

 

Die Story ist interessant, zumal unsere Schwester für einen Mord an einem Bürgermeisterkandidaten büßen soll, den sie nicht begannen hat und nur wir sie retten können.

 

Fazit:

Seitdem ich die ersten Videos zu Mirror‘s Edge gesehen habe freute ich mich auf das Spiel. Und auch wenn Grafik und Sound sehr gut gelungen sind, frustriert das Spiel doch ungemein.

 

Wenn ich ein Spiel spiele, mag ich keinen Stress und Mirror’s Edge ist Stress pur. Zwar kann man mit dem X-Button die Zeit verlangsamen und an einigen Spielabschnitten hilft dies auch, aber ständig ist man unter einem mörderischen Zeitdruck oder wird von schwerbewaffneten Polizisten oder Helikoptern gejagt – die ununterbrochen einem die Kugeln um die Ohren jagen. Hinzu kommt, das man oft versucht herauszufinden, wie es weiter geht.

 

Die Jump and Run Einlagen machen nämlich nur die ersten Kapitel Spaß, doch ab er Mitte des Spiels werden diese teilweise sehr schwer, teilweise unfair und ich musste mehr als einmal bei Youtube mir ein Video anschauen wie ein Abschnitt gemeistert wird, denn das Missionsdesign ist nicht wirklich durchdacht.

 

Wessen Alltag noch nicht hektisch und stressig genug ist und wer auch frustresistent ist, kann bedenkenlos zugreifen.

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Gaming review
  • Publisher: EA
  • Developer: DICE
  • Platform: Xbox 360
  • Genre: Action-Adventure, Jump and Run
  • Editor rating: 14*
  • Release date: 2008-11-13