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Red Faction: Guerilla

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Im Jahr 2002 überraschte der zu THQ gehörende Entwickler Volition Inc. mit einem Shooter der etwas anderen Art, bei dem nahezu alles zerstörbar war. Nun ist mit Red Faction: Guerrilla der dritte Teil der Serie erschienen und anders als die Vorgänger ist dieser kein Ego-Shooter mehr sondern ein 3rd Person Shooter der besonderen Art.

Mars, der Rote Planet. Das Leben ist für die hier lebende Bevölkerung hart und rau, auch wenn der Planet dank des Terraforming bewohnbar gemacht wurde und man nicht mehr wie noch im ersten Teil (der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Film Total Recall hatte) in unterirdischen Anlagen leben und arbeiten muss.

 

Hinzu kommt, dass die Retter des ersten Teils, die Earth Defense Force, nun die Kontrolle über den Planeten hat und nicht gerade zimperlich zu Werke geht, weshalb sich mit der Red Faction eine Unabhängigkeitsbewegung gebildet hat.

 

Wir selbst haben zunächst kein großes Interesse daran in den Krieg gegen die EDF zu ziehen, doch da wir gleich zu Beginn erleben müssen, wie der eigene Bruder von der Earth Defense Force gekillt wird, beschließt unser Held, Namens Alec Mason, in den Krieg zu ziehen.

 

Eine der wichtigsten Waffen ist dabei der Vorschlaghammer, denn mit diesem zerlegen wir nicht nur Fahrzeuge und Gebäude in ihre Einzelteile sondern auch den ein oder anderen Gegner und dies ist auch eine der großen Stärken des Spiels, denn nahezu alles ist zerstörbar – wobei natürlich auch Haftminen und Raketenwerfer zum Einsatz kommen.

 

Durch erfolgreich abgeschlossene Guerilla Missionen schalten wir weitere Waffen frei, wobei wir diese natürlich auch unseren Gegnern abnehmen können oder gesammelte Altmaterialen (Schrott - Die Währung im Spiel) gegen neue Waffen tauschen können. Und gelegentlich nehmen wir auch in einem Panzer oder einen Mech platz, um aufzuräumen.

 

Fahrzeuge kapern wir dabei in GTA-Manier (auch wenn wir gegen die Fahrer dabei keine Gewalt anwenden müssen) und beim Design der Fahrzeuge haben sich die Entwickler große Mühe gegeben und zahlreiche verschiedene Vehikel ins Spiel integriert, die sich auch alle etwas anders anfühlen – wobei die Fahrphysik aber nicht wirklich realistisch ist. Dennoch macht es großen Spaß über den Mars zu brettern.

 

Leider reichte diese Kreativität nicht für die Gebäude, denn anscheinend haben die normalen Marsbewohner keine Häuser, denn fast alle Gebäude gehören entweder zur EDF, sind Tankstellen oder Industrieanlagen oder irgendwelche Baracken.

 

Die wichtigsten Orte für uns sind die so genannten „Safehouses“. Diese von der Guerilla besetzten „Gebäude“ bieten uns Schutz (wenn wir etwa den Fandungslevel reduzieren wollen) oder die Möglichkeit unsere Ausrüstung upzugraden oder Munition aufzunehmen. Und der ständige Munitionsmangel ist einer der Schwachpunkte des Spiels, denn für die Standardwaffen ist dies kein Problem, doch für den Prototypen des Nanogewehrs ist dies ein Ärgernis, gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden (die allesamt sehr fordern sind).

 

Die Grafik ist äußerst gelungen und auch der Soundtrack weiß zu überzeugen. Wir haben die engl. Version getestet und in dieser sind auch die Sprecher erstklassig besetzt.

 

Die frei wählbaren Missionen sind recht nett und neben Guerilla Missionen (wo wir meistens irgendwelche EDF Anlagen einäschern sollen), gibt es auch Geiselbefreiungen oder Autorennen, dabei müssen wir unter Zeitdruck ein Fahrzeug zu einem bestimmten Safehouse fahren und werden dabei nicht selten aus der Luft oder von anderen Fahrzeugen gejagt und beschossen.

 

Wohingegen die Pflichtmissionen, welche die gute Story voranbringen, sehr abwechselungsreich und gelungen sind und wir z.B. eine Panzeroffensive aufhalten oder die Jäger der EDF sabotieren.

 

Je beliebter wir bei der Marsbevölkerung sind desto leichter wird es, denn je höher unser Einfluss in einem der 5 Regionen ist, desto mehr Unterstützung (in Form von kämpfenden Guerillas) erhalten wir. Dies zwingt uns auch zivile Opfer zu vermeiden, denn nichts lässt die Unterstützung so schnell sinken, wie der Tod von Zivilisten.

 

Fazit:

Red Faction ist eine Mischung aus GTA und Just Cause auf dem Mars. Wir können es ordentlich krachen lassen und das Zerstören von Gebäuden und Fahrzeugen macht auch nach Stunden noch Spaß.

 

Die (Pflicht)Missionen sind sehr gut designt und die Grafik und der Soundtrack wissen zu überzeugen. Auch wenn das ein oder andere Zeitlimit etwas unfair ist und wir bei den „coolen“ Waffen ständig mit einem Munitionsmangel zu kämpfen haben, kann hier jeder Erwachsene bedenkenlos zugreifen.

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Gaming review
  • Publisher: THQ
  • Developer: Volition Inc.
  • Platform: Xbox 360, PC
  • Genre: 3rd-Person-Shooter
  • Editor rating: 16*
  • Release date: 2009-06-05