sf-gamers.de: Splinter Cell: Double Agent Splinter Cell: Double Agent ================================================================================ admin on 20 August, 2006 05:37:00 Während zu Beginn des Spiels die Welt noch in Ordnung ist und Sam mit einem Partner aus einem Flugzeug ins Wasser springt, um ein Kraftwerk in Island zu inspizieren, verläuft der Einsatz nicht so wie geplant, da zum einen euer Partner von den Wachen kaltgestellt wird und obendrein eine Rakete kurz vor dem Abschuss steht, den es natürlich zu verhindern gilt. Und schon bei dieser Mission, wie auch bei vielen weiteren Missionen, steht Sam unter enormen Zeitdruck und einige Abschnitte des Spiels sind weniger ein Schleichabenteuer als ein hektischer und stressiger Kampf gegen die Zeit, denn die ist nicht selten äußerst knapp bemessen. Aber als erfahrener Splinter Cell Veteran gelingt es uns, den Start zu verhindern und den Startkomplex einzuäschern. Zurück im Flugzeug, erfährt Sam dann das seine Tochter Tod ist und ein wesentlich düsteres Abenteuer als bei den drei vorangegangen Teilen beginnt. Unser Held kann diesen Verlust nur mit viel Alkohol verkraften und nimmt kurze Zeit später einen Undercoverauftrag an, der ihn ins Gefängnis bringt, um letztendlich bei einer terroristischen Organisation eingeschleust zu werden. Erst jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer und nach einer spektakulären Flucht mit unserer Zielperson, werden wir Mitglied der John Browns Army (JBA), die gegen die ihrer Meinung nach korrupte US-Regierung zu Felde zieht. Doch da diese Terroristen nicht zimperlich sind und auch vor zahlreichen zivilen Opfern nicht zurückschrecken, steht Sam immer wieder vor weitreichenden Entscheidungen, die das Vertrauensverhältnis, sowohl zur NSA als auch zu den Terroristen beeinflussen. Dabei wechseln sich die Aufträge ab und als treuer NSA-Agent, müssen wir allzu viele Tote unter den Zivilisten vermeiden, gleichzeitig aber unsere Tarnung aufrecht erhalten und so legen wir z.B. ein anderes Mitglied der JBA rein, indem wir ihren Code senden um eine Bombe an Bord eines Passagierschiffes, die wir dort hingebracht haben, unschädlich zu machen. Und anders als die anderen Teile spielt sich das vierte Abenteuer wesentlich actionreicher und bei mehreren Missionen kämpfen wir uns zu unserem Ziel. So kapern wir z.B. einen Öltanker im russischen Eismeer, was Besatzung und Kapitän natürlich gar nicht gerne sehen oder sind im kriegsgeschüttelten Kinshasa unterwegs um ein Treffen zu belauschen. Demgegenüber stehen aber die typischen Splinter Cell Abenteuer, bei denen nahezu ganz auf Gewalt verzichtet wird und wir uns im Schatten zu unserem Ziel schleichen, was dieses Mal insofern ungleich schwieriger ist, da mehrere Missionen im Tageslicht spielen und Sam nicht in allen Missionen auf seine lieb gewonnene Ausrüstung zurückgreifen kann. Zwischen den Missionen, agieren wir unter Zeitdruck im HQ der Terroristen und fertigen dort Minen, üben uns im Schusstraining (was auf dem PC mit Maus und Tastatur wohl ungleich einfacher ist) oder spionieren die Quartiere unserer Kameraden aus, wobei wir aber auch immer Primärmissionen der JBA als auch der NSA abschließen können und so zum Beispiel in einem Würfelsodoku eine Emailnachricht decodieren, da die Entwickler mehrere Minispielchen dieser Art mit eingebaut haben. Die Story wird sowohl über erstklassige Zwischensequenzen als auch über den Funkverkehr erzählt und ist sehr spannend und wird insbesondere dadurch aufgewertet, dass wir oft mehrere verschiedene Lösungswege haben, wobei aber leider das Leveldesign in einigen Missionen dem nicht gerecht wird und hier es leider nur allzu oft linear vonstatten geht, zumal der vorgegebene Weg der Entwickler nicht immer der logistischste ist. Fazit: Das vierte Abenteuer ist so gut wie erwartet und durch die verschiedenen Handlungsalternativen, die bombastische Grafik mit ihren zahlreichen Lichteffekten, dem gelungenen Soundtrack, sowie der erstklassigen Synchronisation ist Splinter Cell: Double Agent ein Pflichtkauf auf der Xbox 360, auch wenn der Zeitdruck bei vielen Missionen nervt und nicht jedes Level dem hohen Standard gerecht wird.